Mit Vignetten von Anke Kuhl. Ein verfluchtes Haus, Alpträume und eine wirklich nette Familie: Mama, Papa, Hendrik, der von diesem mysteriösen Winter erzählt, und Eddi, der Schnecken sammelt. Man könnte alles als Spinnerei abtun, aber so einfach ist es nicht. Irgendjemand hat es auf Hendrik und Eddi abgesehen, die mit ihren Eltern in das kleine Dorf im Allgäu gezogen sind, in das Haus am Pestkirchlein - als wollte jemand, dass sie so schnell wie möglich wieder verschwinden. Auch Mama sagt: Ich glaube, dieses Dorfleben bekommt uns nicht. Und dieses Haus schon gar nicht. Als Eddi schlafwandelt und furchtbare Alpträume hat, ist für den großen Bruder klar: Auf dem Haus liegt ein Fluch. Zusammen mit Ida verfolgt Hendrik die mysteriösen Spuren, die zu einem ungesühnten Verbrechen in der Vergangenheit führen. Doch warum sind auf dem Friedhof so viele Kinder begraben? Und können die beiden den Fluch des schaurigen Hauses bannen, bevor er wieder neue Opfer fordert?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.07.2011
Spukende Häuser, das ist schon lange ein ganz eigenes Genre. Nicht so einfach, findet Rezensent Tilman Spreckelsen, dem noch einmal etwas Neues abzugewinnen. Martina Wildners Variante sei dabei, was die Genreelemente betrifft, vielleicht auch weniger originell als souverän in der Auswahl. Das eigentliche Thema ist ohnehin ein anderes: Es geht um das Aufwachsen in der Provinz - hier dem Allgäu -, in der Fremde wie der Junge Hendrik sehr argwöhnisch betrachtet werden. Keineswegs kommt dabei, freut sich Spreckelsen, einseitige Provinzkritik heraus. Und so "spannend", dass man es in einem Rutsch ausliest, sei das Buch überdies.
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