Virginia Mendoza

Die Suche nach Wasser

Eine Menschheitsgeschichte
Cover: Die Suche nach Wasser
Insel Verlag, Berlin 2025
ISBN 9783458644835
Gebunden, 332 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Maria Meinel. Die Suche nach Wasser erzählt die Geschichte der Menschheit als getrieben von Durst. Virginia Mendoza kombiniert darin persönliche Erfahrungen am trockensten Ort Europas mit einer ansteckenden Neugier für die Ergebnisse anthropologischen Forschens. So entsteht eine packende, einmalige Zivilisationsgeschichte, die den Blick auf das Wasser und sein Ausbleiben grundlegend verändert.Ihre ersten Erinnerungen handeln von der Trockenheit. Denn Virginia Mendoza wächst in La Mancha, Spanien, auf, in der trockensten Region Europas. Vater, Mutter, Großeltern, dazu fast jedes Wort, Werkzeug oder Tradition ihrer Heimat vermitteln eine Überzeugung: Ohne Wasser kein Leben, ohne Wasser keine Zivilisation. Als Virginia Mendoza schließlich fort geht und Anthropologie studiert, wird diese über Generationen tradierte Einsicht zum Leitgedanken ihres wissenschaftlichen Arbeitens. Intensiv befragt sie fortan die Geschichte der Menschheit nach den Auswirkungen von Dürre, Durst und Wasserknappheit. Und entwickelt eine Perspektive, aus der jede unserer Wegmarken - seien es Migrationsströme, Ackerbau, der Blick in die Sterne, das Brot, die ersten Städte, Schriften, Wissenschaften - als eine Etappe auf der Suche nach Wasser erscheint.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.05.2025

Relevante Erkenntnisse über die Bedeutung des Wassers für unsere Welt enthält dieses Buch laut Rezensent Jan Hansen. Die Spanierin Virginia Mendoza, als Anthropologin und journalistisch tätig, zeichnet nach, wie wichtig Wasser in der Geschichte der Menschheit war, fast Hansen zusammen, es geht zurück zu den frühen Hochkulturen, auch technische Innovationen, die mit Wassermangel zu tun haben, kommen vor. Dass Mendoza damit die gesamte Genese der Zivilisation aufs Wasser zurückführen kann, glaubt Hansen nicht, manches bleibt hier zu anekdotisch, und doch gelingt es der Autorin, zu zeigen, wie menschliche und auch nicht-menschliche Kräfte gemeinsam unsere Geschichte prägen. Auch ihre eigene Erfahrung in ihrer inzwischen ausgesprochen trockenen Heimat La Mancha lasse die Autorin in das Buch einfließen, deutlich werde in diesen Passagen die Aktualität des Klimawandels. Gleichzeitig zeigt Mendoza laut Hansen auf, dass Menschen schon immer von den Launen der Natur abhängig waren.

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