Aus dem Amerikanischen von Klaus Modick. "Monster" ist ein klassischer Außenseiter-Roman über Leben und Meinungen eines ziemlich dicken und ziemlich verrückten schwarzen College-Dropouts, das faulknereske Portrait einer schwarzen amerikanischen Familie, die sich gegen eine Welt und ihren eigenen Wahnsinn zu behaupten versucht...
Andreas Merkel zieht ein gemischtes Fazit aus diesem Roman. Einerseits besitzt das Panoptikum, das dem Leser hier vorgeführt wird, für ihn durchaus einen gewissen Unterhaltungswert. Der soziophobe und fettleibige Protagonist ist Horrorfilmexperte und putzt gerne nackt die Wohnungen anderer Leute. Merkel bezeichnet die Geschichte als "Familien-Freakshow aus der schwarzen Mittelschicht", die stellenweise sehr komisch sei. Trotzdem empfindet er den Roman als zu lang und auch mit der "Dauerironie" kann der Rezensent nicht viel anfangen. Die Geschichte hangelt sich eher von Anekdote zu Anekdote, eine Handlung gibt es nicht wirklich, und am Ende hat man über "Anthonys Familie schließlich mehr erfahren, als man jemals wissen wollte". Doch wenigstens mit der Übersetzung von Klaus Modick ist Merkel - von einem Ausrutscher abgesehen - sehr zufrieden.
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