Andre Dubus

Der Garten der letzten Tage

Roman
Cover: Der Garten der letzten Tage
C. H. Beck Verlag, München 2009
ISBN 9783406590757
Gebunden, 600 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wesel. Florida, Anfang September 2001: Die junge Stripperin April nimmt ihre dreijährige Tochter Franny mit zur Arbeit im Puma Club. Jean, ihre einsame alte Vermieterin mit dem wunderschönen Garten voller Blumen, liebt die Kleine von ganzem Herzen und passt sonst immer auf sie auf, doch heute ist sie wegen einer Panikattacke im Krankenhaus. In dieser Nacht hat April einen ungewöhnlichen Kunden: Bassam, einen jungen Araber, der gleichzeitig hasserfüllt und viel zu persönlich scheint und sein vieles Geld mit vollen Händen ausgibt. Ein anderer Mann, AJ, wird aus dem Club geworfen, er ist betrunken, zornig und einsam. Und dann sieht er auf einmal ein weinendes kleines Mädchen allein an der Hintertür des Clubs stehen...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.06.2010

Auf etwas gebremste Begeisterung ist Andre Dubus mit seinem Roman "Der Garten der letzten tage" bei Rezensent Christoph Schröder gestoßen. Dubus erzählt darin eine Geschichte, die ihren Anfang in einem etwas heruntergekommenen Nachtclub in Florida nimmt und ihr Ende am 11. September in New York findet. Allerdings brauche der Roman eine ganze Weile, bis seine Geschichte um die Tänzerin April und ihre Club-Kollegen in Gang kommt, warnt Schröder ungeduldige Leser, dann aber gewaltig: Aprils kleine Tochter wird von AJ, einem ewig wütenden Stammgast, in einer Kurzschlussreaktion entführt. Dubus verhandelt dabei die großen Fragen - Woher rührt Macht? Woran glauben? - auf intelligente, "wohltuend zurückhaltende" Art, sein psychologischer Relativismus macht durchaus Sinn für Schröder, der allerdings Autor und Roman deutlich ihre Grenzen stoßen sieht, wenn es darum geht, aus der Innenperspektive einen 9/11-Attentäter darzustellen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.01.2010

Spannend wie das Leben selbst findet Reinhard Helling den Roman von Andre Dubus III. Das bedeutet zum einen, dass das Buch "stellenweise journalistisch" geraten ist und der Autor zwar mit intensiver Recherche, doch sprachlich vielleicht ein wenig zu realistisch-knapp zu Werke geht. Zum anderen aber wird der Text so zu einem echten "page-turner" und zieht den Rezensenten hinein in den Spätsommer 2001 (9/11, genau!), in eine schicksalhafte Verstrickung einer Handvoll Menschen (darunter ein Dschihadist) in Florida, allesamt höchst plastisch geformt, wie Helling betont, samt ihrer Pläne, Träume und Ängste.
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