Paula Fox

Die Zigarette und andere Stories

Cover: Die Zigarette und andere Stories
C. H. Beck Verlag, München 2011
ISBN 9783406612893
Gebunden, 255 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Mit einem Nachwort von Bernadette Conrad. Aus dem Englischen von Karen Nölle und Hans-Ulrich Möhring. Neben ihren Romanen und Jugendbüchern hat Paula Fox seit den sechziger Jahren Erzählungen und kleine Prosastücke geschrieben, die hier zum ersten Mal versammelt sind. Oft sind es kleine, stille Begebenheiten, die sich schließlich zu etwas Unerhörtem ausweiten und so von den großen Themen Liebe, Tod und Verlust erzählen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2011

Anja Hirsch begrüßt diesen Band mit Erzählungen von Paula Fox aus den letzten 45 Jahren, die für sie einmal mehr den Rang dieser großen amerikanischen Schriftstellerin unterstreichen. In den Geschichten aus "Die Zigarette und andere Stories" sind für sie die biografischen Schnitte der Autorin spürbar. Sie handeln in ihren Augen oft von der Angst vor Verlust oder auch vor Nähe. Das Faszinierende an Fox' Geschichten sieht Hirsch darin, dass die Schwere, die Verwundungen, die Beziehungsnot und die Traurigkeit der Figuren nie auf die Sprache übergreift.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.05.2011

Freudig begrüßt Rezensentin Susanne Messmer diesen Band mit Geschichten und Essays von Paula Fox, die zum Teil bereits in den 1960er Jahren erschienen sind und nun auf Deutsch vorliegen. Sie zeigt sich tief beeindruckt von diesen Erzählungen, die konsequent auf Moralisieren und Psychologisieren verzichten. Das Innenleben der oft wurzel- und heimatlosen Figuren bleibt dem Leser ihres Erachtens verschlossen. Um so stärker scheint Messmer der Eindruck der Einsamkeit, den diese Figuren vermitteln, eine Einsamkeit, die für den Leser wie ein Abgrund sei. Für diese Wirkung macht die Rezensentin nicht zuletzt den Stil von Fox verantwortlich, den sie als lakonisch, "komprimiert", aber niemals "abgenutzt" beschreibt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.05.2011

Für Ulrich Rüdenauer gibt dieser Band mit Geschichten und Essays einen Eindruck von der Kunst einer Erzählerin, die sich mit den ganz Großen der amerikanischen Literatur messen kann. Das, obwohl er hier auch auf einige eher mittelmäßige Texte stößt. Schade findet er allerdings den Umstand, dass die Chronologie im Band keine wirkliche Orientierung schafft beziehungsweise Entwicklung sichtbar macht. Zu heterogen seien die Texte aus 45 Jahren. Deutlich aber wird für Rüdenauer allemal: Paula Fox hat ein Werk geschaffen, das auf existentiellen Erfahrungen beruht und Leid in Sprache übersetzt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.02.2011

"Paula Fox at her best!", schreibt Rezensentin Angela Schader, die hocherfreut ist, passend zur gleichzeitig erschienenen Fox-Biografie von Bernadette Conrad, diesen Band mit Prosatexten der amerikanischen Autorin in den Händen zu halten. Einfühlsame Erzählungen wie die Erinnerung an ihren an Aids verstorbenen, homosexuellen Nachbarn werden begleitet von eindrücklichen Schilderungen der manipulativen Gewalt, die Fox selbst durch ihren Vater erlebte. Und ein Text wie "Was am Ende bleibt" beweise ohnehin, dass sie zu den "Klassikern der jüngeren amerikanischen Literatur" gehöre. Während der Einstieg des Prosabandes mit seinem späten autobiografischen Text der Autorin vielleicht etwas zu schwierig gestaltet sei, verdeutlichen die abschließenden Essays noch einmal die bedingungslose "intellektuelle und moralische Aufrichtigkeit", die Fox gesamtes Werk prägen, so die Kritikerin.