Herausgegeben von Marianne Gruber und Manfred Müller. Armenien, Aserbaidschan und Georgien sind Länder mit reichen, sehr unterschiedlichen Literaturtraditionen, die in ihrer Vielfalt im deutschsprachigen Raum nie wahrgenommen werden konnten. Diese Anthologie ist ein erster Versuch, in drei, den jeweiligen Ländern gewidmeten Abschnitten Gedichte und Erzählungen von Autorinnen und Autoren vorzustellen, die zum Großteil noch nie ins Deutsche übersetzt worden sind. Der Bogen spannt sich von uralten Myten - einer davon stammt aus dem 5. Jahrhundert - bis zur Gegenwartsliteratur. Insgesamt werden Texte von 52 Autoren vorgestellt.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…