Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2002
Die Rhetorik brachte den Unterschied zwischen "metaphorischer" und "eigentlicher" Rede auf die Differenz von "ornatus" und "necessitas", dem Notwendigen und dem Schmuck. Dieser Riss ist spätestens in der Philosophie des Aufklärungszeitalters zur Kluft geworden: die Philosophie, von John Locke bis Christian Wolff, will von der Metapher nichts mehr wissen. Das Buch eröffnet mit einem, so der Rezensent Ralf Konersmann, "theoriegeschichtlichen Durchgang", der ihn durch "Prägnanz und Urteilssicherheit" zur Gänze überzeugt hat. Den Grund jedoch, aus dem die Aufklärer die Metapher fürchten, hat die Autorin, so Konersmanns Vorwurf, verkannt: sehr zu Recht sehen sie in der Metapher den Feind des souveränen Umgangs mit der Sprache - die "Redekonsequenzen" der Metaphern werden nicht bedacht. Wenngleich Vanessa Albus, wie er meint, diese Pointe verfehlt, findet Konersmann insgesamt doch großes Lob für den "stupenden Fleiß" der Autorin.
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