Aus dem Italienischen von Theresia Prammer und Piero Salabé. "Die Poesie von Valerio Magrelli ist ein Selbstgespräch, mit dem Bleistift in ein Heft geschrieben, in den tiefsten und stillsten Stunden der Nacht", schreibt Octavio Paz über den gefeierten Dichter aus Italien, der nun auf Deutsch zu entdecken ist. Magrellis Gedichte erinnern in ihrer Konzentration an die Stilleben Giorgio Morandis. Er erschafft eine Poesie der Wahrnehmung, die ihre eigenen Grenzen auslotet, eine Verschmelzung von Abstraktion und reiner Materie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.04.2017
Dichtung jenseits der Norm entdeckt Rezensentin Maike Albath in diesem Band mit erstmals übersetzten Texten aus dem Gesamtwerk von Valerio Magrelli. Ob der Autor mit Blanchot im Rücken Sprachformeln abklopft oder mit Ungaretti im Sinn die Gegenwart analysiert, den Prozess des Dichtens abbildet oder autobiografische Erfahrungen verarbeitet, stets, so Albath, ist ein eigener Ton zu vernehmen. Im Ganzen ergibt sich für die Rezensentin ein vielfältiges dichterisches Profil, das es zu erkunden gilt, wie sie findet.
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