Oft hat Martin Luther das Heilswerk Christi bildreich als einen Sieg über tyrannische Mächte beschrieben. Uwe Rieske-Braun zeichnet das systematisch-theologische Gefüge der existentiell erfahrenen Verderbensmächte und ihrer Überwindung nach und untersucht die theologiegeschichtlichen Quellen, aus denen Luther schöpfte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Uff! Dies mag ja eine interessante Studie über das Motiv des "wundersamen Kampfes" von Tod und Leben bei Luther sein. Aber Eberhard Jüngel schafft es in seiner Rezension nicht, Rieske-Brauns theologische Darlegungen in einer allgemeinverständlichen Weise nachzuzeichnen. "Durch und durch aposteriorisch" sei Luthers Denken, liest man da. Und bei der "wundersamen Vermählung" von Braut und Bräutigam, als die Luther das Verhältnis unserer sündigen Welt zu Jesus beschreibe, liest man folgenden Satz: "Die Pointe des nur durch eine angemessene Christologie sinnvoll interpretierbaren Kampfes ist also soteriologischer Struktur." Nun denn. Der Rezensent jedenfalls ist angetan: Insgesamt sei das eine "verdienstvolle Untersuchung".
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