Von der Reformation bis zur Aufklärung beschreibt dieses Werk drei Jahrhunderte europäischer Religionsgeschichte. Religion wird dabei als zentrales Element der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung gesehen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.01.2001
Der "Brocken", den sich Kaspar von Greyerz mit seiner religionsgeschichtlichen Studie aufgeladen hat, ruht anscheinend auf zu schwachen Schultern. Diesen Eindruck muss man zumindest gewinnen, liest man Harm Kluetings Rezension des Buches. Der Rezensent bietet ein ausführliches Referat des Inhalts und kann sich einzig für die "interessante" These im dritten Teil des Buches erwärmen, worin der Autor der Frage nachgeht, inwieweit der in der Aufklärung mündende Rationalisierungsprozess in der frühneuzeitlichen Religiosität bereits angelegt war. Ansonsten bleibt die Studie nach Aussage des Rezensenten eher "konventionell" und bisweilen mit überlangen "seminarartigen Erörterungen" zum Forschungsstand überfrachtet. Der "Brocken" bleibt ihm somit zwar nicht im Halse stecken, leicht verdaulich erscheint er aber auch nicht.
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