Was wir als Wald kennen, ist in der Regel NEUWALD. Uwe Rada nimmt Leserinnen und Leser mit auf eine Reise zu ausgesuchten Aufforstungsprojekten. Zu den alten Kippenwäldern in der Lausitz, zu Pionierwäldern auf ehemaligen Truppenübungsplätzen, zum neuen Wald im Ausgleich zur Ansiedlung der Tesla-Fabrik bei Grünheide. Sein Fazit: Auch bei bestehenden Wäldern geht es um abwechslungsreichen Neuwald, Wald darf nicht nur Wirtschaftswald sein. Dafür braucht es eine neue Waldbewegung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 31.07.2024
Rezensentin Sylvia Staude hat die drei in diesem Frühjahr in der Reihe "European Essays on Nature and Landscape" erschienenen Bände mit Interesse gelesen. Verschiedene Autoren setzen sich in diesem Format mit europäischen Landschaftsformationen auseinander und setzen dabei, so die Rezensentin, teils überraschende Schwerpunkte. Doris Feil etwa beschäftigt sich mit dem Hochschwarzwald und geht dabei von Paul Celans Besuch bei Martin Heidegger in Todtnauberg und deren gemeinsamer Wanderung durch das Moor aus; ihr Buch ist, schreibt Staude, geprägt von der Wahrnehmung des Dichters. Uwe Radas und Olaf Kanters Beiträge machen sich laut der Rezensentin verhältnismäßig faktengesättigt aus: Während ersterer den "Neuwald", also die europäischen Bemühungen zur Bekämpfung der Klimakrise durch die Neupflanzung von Bäumen, porträtiert, schildert letzterer das "Randmeer" und inwiefern diese nah am Ufer liegende Zone mittlerweile durch menschliche Eingriffe zwecks Bohrungen und Schürfungen bedroht ist. Aufgrund dieses Fokus' auf durch Übernutzung entstehende Gefahren sind die im KJM Buchverlag erscheinenden Bände Staude zufolge auch eine Art mahnende Erinnerung an die Notwendigkeit, die geschilderten Landschaften intakt zu halten. Sie lobt besonders die ansprechende Aufmachung der Bände, die Zeichnungen, Fotos und Karten enthalten.
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