Ökonomische Transaktionen müssen nach Coase grundsätzlich in einem friktionsbehafteten Umfeld angesiedelt werden. Allerdings kommt der vertragstheoretische Ansatz ohne Tranaktionskostenbegriff aus. Im Vordergrund steht vielmehr die Informationsverteilung, die zwischen den Parteien herrscht und die für die Friktionen verantwortlich ist. Urs Schweizer deckt sowohl die herkömmliche Prinzipal-Agent-Theorie als auch die auf Grossmann und Hart (1986) zurückgehende Theorie unvollständiger Verträge ab. Er stellt die grundlegenden Ideen dar und erörtert die Theorie der verborgenen Information. Außerdem beschäftigt sich Urs Schweizer mit dem Umfeld der verborgenen Handlung. In den letzten zwei Kapiteln wird die Theorie unvollständiger Verträge dargestellt. Diese Kapitel reichen bis an die aktuelle Forschung heran.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.11.2000
Bettina Bonde hält dieses Buch als Einstieg in die Thematik für wenig geeignet. Wer sich jedoch in der Spieltheorie auskennt oder mit "verschiedenen Such- und Verhandlungsstrategien", und wer keine Scheu vor "mathematischer Darstellung" hat und weniger an Lösungen selbst, sondern mehr an den Bedingungen für eine "effiziente Lösung für ein Problem" interessiert ist, der kommt ihrer Ansicht nach bei diesem Buch auf seine Kosten. Auch Bondes Rezension ist eher etwas für Insider. Der Laie erfährt immerhin, dass es Schweizer um eine mathematische Darstellung der "ökonomischen Theorie der Verträge" geht, und dass der Autor dabei auch auf bekannte Beispiele aus der Fachliteratur eingeht, so etwa auf George Akerlofs Abhandlungen über den Gebrauchtwarenmarkt oder Michael Spence` "Job-Market-Signaling-Modell".
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