Urs Allemann

schoen! schoen!

Gedichte
Cover: schoen! schoen!
Urs Engeler Editor, Basel 2003
ISBN 9783905591606
Gebunden, 71 Seiten, 17,00 EUR

Klappentext

Nach den Oden in seinem "Holder die Polder" versammelt Urs Allemann in "sch?n! sch?n!" zur Mehrzahl englische, französische und italienische Sonette neben einigen Gesängen, Elegien und auch ganz freien Formen, in denen er die Alp- oder (und?) Wunsch-Träume der (auch körperlichen) Liebe, die Phantasmen des sich öffnenden und schliessenden Mundes bindet. Der Eindruck der Gewalt in diesen Gedichten ist Ausdruck strengster formaler Kontrolle und damit der Verschränkung von Gefühl und Geist. Was ohnmächtig erlebt wird, ist hier durch die poetische Ordnung sag- und sangbar geworden.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2004

Es gebe im neuen Gedichtband von Urs Allemann erotische Gedichte zuhauf, freut sich Samuel Moser, auch ein politisches Gedicht und eine ganze Abteilung Erzählgedichte hat der Rezensent gesichtet und wird nicht müde, immer wieder neue Volten des Allemannschen Sprachvermögens vorzuführen. Mögen einige Gedichte mehr oder weniger unverblümt von Erotik handeln, so sind viele darüber hinaus nach Auffassung Mosers erotischer Natur, erotisch in dem Sinne, dass sie gar nicht von Erotik handeln, sondern sie selbst, "ihr Reden" erotisch ist. "Dass sich im Vers etwas entzündet, wie zum ersten Mal", fasst Moser seine Entzückung in Worte. Gerade Allemanns Unmittelbarkeit überzeugt ihn, und doch, versichert der Rezensent, seien die Gedichte durchaus auch narrativ. Allemann greife handwerkliche Traditionen auf und führe sie weiter, "weiter, als uns lieb ist", bemerkt Moser. Seiner Meinung nach braucht der Dichter Allemann die Disziplinierung durch die Form, vorzugsweise alter Formen wie das Sonett oder die Elegie, die eine zügelnde wie befreiende Wirkung zugleich hätten.