Über Ingeborg Bachmann, Annette von Droste-Hülshoff, Friederike Mayröcker, Virginia Woolf u.v.a. Wir glauben sie alle zu kennen: Droste-Hülshoff, Virginia Woolf oder Ingeborg Bachmann, denn sie sind Ikonen der Literatur. Aber kennen wir auch ihr Werk? Ulrike Draesner versammelt Autorinnen, die für sie als Leserin und Schreibende wichtig sind, bringt sie uns auf klarsichtige und intelligente Weise näher und untersucht, inwieweit deren Werke für ein heutiges Schreiben relevant sind. Und sie zeigt, wie sehr die "schreibende Frau" auch immer ein Skandal war, schön und schräg, beängstigend und verwirrend zugleich.
In jeder Zeile dieser intelligenten wie sympathischen Essays über die Bedingungen weiblichen Schreibens spürt Rezensentin Ursula März "intellektuelle Freiheit" und Beweglichkeit der Autorin, die sie außerdem als den "Glücksfall einer rundum Interessierten" feiert. Mit Begeisterung sieht die Rezensentin Ulrike Draesner beispielsweise den Sprachexpeditionen einer Gertrude Stein einerseits mit wissenschaftlichem Rüstzeug zu Leibe rücken und doch den Blick fürs Individuelle, Biografische nicht verlieren. So werden ihre Schriftstellerinnen-Porträts (inklusive Flaubert) aus März? Sicht "gleichsam nebenbei" auch zu einer Schule im Umgang mit dem Biografismus, da sie biografische Fakten nie als Trophäen der allgemeinen Neugier ausliefern, sondern als "Begleitmusik" eines literarischen Werkes einführe. Hier sieht die Rezensentin auch manchen Aspekt, der bei näherer Betrachtung zum Beitrag einer noch nicht geschriebenen Sozialgeschichte der Literatur werden.
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