Bernhard Zimmermann (Hg.)

Handbuch der griechischen Literatur der Antike

Band 1: Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit
Cover: Handbuch der griechischen Literatur der Antike
C. H. Beck Verlag, München 2011
ISBN 9783406576737
Gebunden, 816 Seiten, 138,00 EUR

Klappentext

Nach fast einhundert Jahren gibt es nun ein neues, dreibändiges Handbuch der griechischen Literatur. Bernhard Zimmermann, der Herausgeber des Gesamtwerks, legt den ersten Band vor, den er mit einer internationalen Forschergruppe erarbeitet hat; er umfasst die Werkgattungen epische Dichtung, Lyrik, Philosophie, Fachliteratur, Fabel, Geschichtsschreibung, Rhetorik und Drama bis einschließlich der attischen Komödie und die Autoren von Homer bis Aristophanes. Das neue Handbuch trägt der Methodendiskussion der letzten 50 Jahre Rechnung. Berücksichtigt werden beispielsweise Entwicklungen in der Erforschung von oral poetry und oral history, in der Frage nach dem Sitz einzelner Literaturformen und Werke im Leben, nach Intertextualität, Rezeption und Narratologie. Die philosophische Literatur und die Fachliteratur werden als Literatur in ihrer Funktion wahrgenommen. Alle Artikel sind in einen Gattungsteil und einen Autorenteil gegliedert; im ersten werden jeweils die gattungskonstituierenden Merkmale und die Gattungsgeschichte untersucht, im zweiten die Autoren im Rahmen der Gattung vorgestellt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.02.2012

In den höchsten Tönen preist Hans-Albrecht Koch die überarbeitete Neuausgabe des ersten Bandes vom "Handbuch der griechischen Literatur der Antike", das er seit eh und je in den Höhenlagen der Handbücher verortet. Voller Bewunderung wird er nicht müde, die Herausgeber dafür zu preisen, wie sie die jüngste Forschung in das Handbuch eingearbeitet haben und dabei auch kaum je auf die neuesten methodischen Moden ihres Fachs verfallen. So ist ein überzeugendes Gesamtwerk entstanden, das auch neuesten Funden, wissenschaftlichen Debatten und jüngsten Forschungsergebnissen Rechnung trägt, wie Koch lobt. Insbesondere neuere Ergebnisse der Homerforschung oder die erst jüngst gefundenen Papyri zur Lyrik der Dichterin Sappho sind beispielsweise in diesem Band behandelt, weshalb der Rezensent dieses Handbuch nicht zuletzt Studenten wärmstens ans Herz zu legen sucht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2011

Es lebe die Kunst der Beschränkung, jubelt der Rezensent und empfiehlt uns den ersten Band (von dreien oder vieren) des von Bernhard Zimmermann herausgegebenen Handbuchs der griechischen Literatur der Antike. Beschränkung bei bestmöglicher Durchdringung des Stoffes, so möchte Uwe Walter sein Loblied selbstredend verstanden wissen. Dass der erste Teil diesen Ansprüchen genügt, weil Homer, Hesiod, Herodot, die frühen Philosophen, die Fabeln und alles andere Bedeutsame bis zum Tode Sophokles' und Euripides' mit vorzüglichen Hinführungen vorkommen, daran lässt Walter keinen Zweifel. Keine Streitfrage, etwa zur Datierung oder zu Einflüssen, und ihre Erörterung vermisst der Rezensent. Stellvertretend nennt er die mustergültige Einführung in die Geschichte der Homer-Forschung und die scharfe Konturierung verschiedener Positionen in der Interpretation von antiker Lyrik. Vermisst hat er allerdings eine grundsätzliche Fundierung und Historisierung des im Handbuch behandelten Forschungsgegenstandes. Diese Lücke, so hofft er, schließt einer der Folgebände.
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