Ulla Berkewicz

Michel, sag ich

CD
Cover: Michel, sag ich
Noa-Noa Hörbuchedition, München 2006
ISBN 9783932929670
CD, 18,90 EUR

Klappentext

1 CD. Laufzeit 69 Minuten. Sprecher: Hermann Beil.
Viele sind aus dem Dorf in die Stadt gezogen. Zurückgeblieben sind die Alten, die Frauen, die Kinder. Auch Michel ist fortgegangen; sie wartet auf seine Rückkehr. Weil sie vergeblich wartet, macht sie sich auf den Weg in die nie zuvor gesehene Stadt, um Michel zu suchen. Der Weg führt sie zu den Lebenden und den Toten und zu den Aufständischen, mit denen Michel arbeitet; sie bereiten den Untergang der Stadt vor. Sie träumen vorwärts, denn sie erträumen eine neue Welt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2006

Tobias Lehmkuhl ist eigentlich guten Willens, sowohl die 1984 erschienene Erzählung von Ulla Berkewicz als auch die Lesung des Textes durch Hermann Beil zu loben, so ganz zufrieden ist er aber dennoch nicht. Die Geschichte von Berkewicz, bei der eine junge Frau auf der Suche nach ihrem Geliebten Michel durch ein kriegsversehrtes Land streift, weist eine "stimmige" Komposition auf und hat durchaus kafkaeske Qualitäten, kommt an den großen Prager Schriftsteller jedoch nicht heran, findet der Rezensent. Und auch der Sprecher beeindrucke zwar mit klarer Diktion, die die "Düsternis" der Erzählung hervorragend zur Geltung bringt, allerdings könne man nie vergessen, dass Beil seinen Text lediglich abliest, so Lehmkuhl kritisch. Hier hätte es größerer schauspielerischer Anstrengungen bedurft, um eine junge verzweifelte Frau überzeugend darzustellen. Dies war dann für einen gut 60-jährigen Sprecher mit sonorer Stimme wohl doch zu groß, stellt der Rezensent enttäuscht fest.
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