Udo Bermbach

Richard Wagners Weg zur Lebensreform

Wagner in der Diskussion, Bd. 17
Cover: Richard Wagners Weg zur Lebensreform
Königshausen und Neumann Verlag, Würzburg 2018
ISBN 9783826064708
Gebunden, 256 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand eine breit gefächerte Bewegung, die eine Alternative zur industriellen Gesellschaft sein wollte. Ziel dieser Lebensreformbewegung war es, die Lebensweise der Menschen grundlegend zu ändern: Vegetarismus, Verzicht auf Alkohol, Leben in freier Natur, alternative Medizin, Sexualreform und eine Kunst, die das Leben der Menschen mit prägen sollte, waren zentrale Forderungen. Viele der Protagonisten der Lebensreform waren Künstler und sowohl von Wagners Musikdramen als auch seinem Konzept des Gesamtkunstwerks und seinen Spätschriften beeinflusst, teilweise waren sie bekennende Wagnerianer und Bayreuthianer. Der Verbindung zwischen Wagner, dem Bayreuth nach Wagners Tod und dieser wirkungsmächtigen Lebensreformbewegung wird in diesem Buch erstmals nachgegangen. An ausgewählten Beispielen wird gezeigt, wie einflussreich Bayreuths Weltanschauung auf die Reformbewegung um die Jahrhundertwende und bis zum ersten Weltkrieg, gelegentlich darüber hinaus, gewirkt hat und wie stark dieses Zentrum der Wagner-Pflege über den unmittelbaren Bereich hinaus Einfluss auf kulturelle und soziale Lebensentwürfe der deutschen Gesellschaft nahm.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2018

Rezensent Jürgen Kesting liest das neue Buch von Udo Bermbach als Parerga und Paralipomena aus dem prallvollen Wagneriana-Arsenal des Autors. Jede Menge Wiederholungen, Fußnoten und Verweise entdeckt er, die auf den Chef-Exegeten Wagners hindeuten: Udo Bermbach. Darüber hinaus erfährt Kesting, inwiefern sich Wagners Schriften aus der Zeit des Parsifal im Hinblick auf die Lebensreformbewegung deuten lassen. Wenn die detektivische Energie des Autors dabei mitunter übers Ziel hinausschießt und Fantasie wird, kann Kesting darüber schmunzeln.

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