Tristan Marquardt

das amortisiert sich nicht

Gedichte
Cover: das amortisiert sich nicht
Kookbooks Verlag, Berlin 2013
ISBN 9783937445564
Broschiert, 76 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Was tun Gedichte im Raum einer Kommunikation, die schnelllebig ist und kaum Pausen zulässt? Wohin trägt eine Sprache, die sich über ihre Tragweite nicht sicher ist? Tristan Marquardts Gedichte legen den Finger vom Resultat auf den Prozess. Sie versichern: Wenn es dunkel ist, trägt ein Schatten auf die Schicht Licht, die eine Lampe auf die Dunkelheit gelegt hat, eine weitere Schicht Dunkelheit auf. Wenn es dunkel ist, hebt ein Schatten unter der Schicht Licht, die eine Lampe auf die Dunkelheit gelegt hat, die Dunkelheit wieder hervor. So greifen Marquardts Texte konstruierend in das ein, was längst schon konstruiert und vorhanden ist und woran doch immer weiter noch gearbeitet wird. Im Bau Begriffenes. Was sich nicht aufrechnen lässt. Körper sondergleichen. So "als hätte man gerade das cembalo erfunden, aber vergessen, wo man es hingestellt hat."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.06.2013

Das digitale Netz und sein Vokabular findet Martin Maurach in den Gedichten von Tristan Marquardt "beängstigend" ordentlich abgebildet. Zu ordentlich für Maurach. Auch wenn er Zufall und Ordnung hier miteinander im Clinch sieht, klingen ihm Wörter, wie "zwischenspeichern" und "pixelzahl" nicht wirklich überzeugend im Ohr, sondern mitunter "bloß großspurig". Erst wenn zu dem mit Suchmaschinenbegriffen hantierenden Ich in den Texten ein Du hinzu kommt, gelingen laut Rezensent dichte, synästhetische Stücke mit Assoziationsreichtum, wie etwa die entwaffnende Beobachtung: "ich bin nackt, du trägst haut."
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