Aus dem Englischen von Susanne Held. Tom Holland erweckt das Goldene Zeitalter Roms zum Leben: Er schildert die große Politik in der Hauptstadt, das Leben der einfachen Menschen in den Provinzen und die großen militärischen Konflikte an den Grenzen des Imperiums: ein Porträt des ultimativen antiken Weltreichs auf dem Höhepunkt seiner Macht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2024
Rezensent Andreas Kilb findet Tom Hollands Buch zwar effektvoll geschrieben, inhaltlich aber nicht allzu tief. Dass der britische Schriftsteller sich darauf versteht, das römische Zeitalter filmreif auferstehen zu lassen, mit viel Drama und Gewalt, haben dem Kritiker bereits die beiden Vorgänger der Trilogie gezeigt. Auch in diesem dritten Teil, der das Zeitalter nach Nero in den Blick nimmt, dominieren "Schlachten und Schlächtereien", vom durchbohrten Nero bis zum zerstückelten Vitellius, und die Machenschaften "großer Männer", gibt Kilb leicht resigniert wieder. Interessanter hätte er eine Ausleuchtung des politischen und sozialen Systems zu der Zeit gefunden, was bei Holland leider nur "Hintergrundrauschen" bleibe. Auch, dass der Autor den historischen Schriften von etwa Tacitus, Sueton oder Plutarch, die ihm als Futter dienen, "fast blind" vertraut, weckt nicht die Begeisterung des Kritikers. Er verweist hier auf historisch gehaltvollere Bücher zum Thema von Karl Christ oder Alexander Demandt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 20.04.2024
Rezensentin Andrea Roedig verspricht mit Tom Hollands Buch über das Römische Reich eine fulminante Lektüre. Denn der Historiker und Bestsellerautor verstehe sich auch dieses Mal darauf, sein Lieblingsthema, über das er schon 2 Bücher geschrieben habe, in eine eindrückliche Mischung aus historischem Stoff und Dramatik zu verpacken: So geht es mit einem ordentlichen Hang zur Blutspritzerei, zur sexuellen Aufladung und zur Detailfülle um die Machtkämpfe der römischen Herrscher, um sämtliche Schlachten und Belagerungen, oder etwa um den "Lustknaben" Sporus, den Nero kastrieren und in ein Abbild seiner verstorbenen Frau verwandeln ließ, resümiert Roedig. Stellenweise sei das alles "viel zu dick" aufgetragen, meint Roedig, erkennt aber an, dass dies Teil von Hollands Programm sei, das römische Zeitalter ganz direkt darzustellen. Für sie trotz Exzesslogik insgesamt eine "ungeheuer reiche" und "auch lustvolle" Lektüre.
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