Aus dem Amerikanischen von Michael Bayer und Karin Schuler. Peter Brown dringt in die konfliktreiche Zeit der ebenso heidnisch wie christlich geprägten Welt des Römischen Reiches ein. Neue christliche Ideale prallten auf eine spätantike Lebenswirklichkeit. Hautnah nehmen wir an den Debatten der Zeitgenossen über ein neues Verständnis von Reichtum und Geld in einer Gesellschaft teil, deren wohlhabender Teil durch einen tiefen Graben von der großen Mehrheit der Armen getrennt war. Der Autor bringt uns die Lebensformen der einfachen Menschen wie der Oberschichten nahe, und der Leser wird Zeuge von deren Nöten und materiellen Alltäglichkeiten. Vor diesem Hintergrund schildert er den welthistorisch bedeutsamen Prozess, der das Ende des Römischen Reiches einleitete und durch den eine ursprünglich der Armut verpflichtete Kirche zu einer wohlhabenden Institution wurde.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.08.2017
Mit "Der Schatz im Himmel" erhellt der renommierte Althistoriker Peter Brown einen weiteren Teil der Spätantike, erklärt Rezensent Stefan Rebenich und erinnert daran, dass Brown das Bild, das Historiker international von dieser Zeit haben, in entscheidendem Maße mitgeprägt hat. In seinem neuen Buch widmet er sich den komplizierten Relationen zwischen Kirche und Besitz in der Zeit des Übergangs zwischen Antike und Mittelalter, während dessen sich in gesellschaftlicher und religionspolitischer Hinsicht ein grundlegender Wandel vollzog. Er beschreibt, wie eine moderatere Auslegung der Bibeltexte in Bezug auf Reichtum und Wahlstand sich auf die Kirche, ihren Einfluss und das Verhältnis zwischen den wohlhabenden Eliten und dem Klerus auswirkte und wie der Katholizismus damit seinen Triumphzug begann. Ein "meisterliches Werk", meint Rebenich, übersichtlich, verständlich und hervorragend erzählt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.05.2017
Hartmut Leppin erfährt aus dem im englischen Original bereits 2012 erschienenen Buch von Peter Brown, wie es die Christen im lateinischen Westen des Römischen Reiches zwischen 350 und 550 mit dem Reichtum hielten. In 29 Kapiteln, so Leppin, untersucht er Autor, anknüpfend an sein Buch über Augustinus von Hippo, den Prunk gallischer Villen, das Stiftungswesen und die Rolle der Erbsünde im Umgang mit Wohlstand. Funkelnd nennt Leppin das Werk, eingängig in der Darstellung mit je einer Gestalt und ihrer Glaubensnöte pro Kapitel im Zentrum der Aufmerksamkeit, von Ambrosius bis Paulinus von Nola. Wie der Autor Biografien, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Theologie verbindet, ist für Leppin lehrreich in Bezug auf die Beziehung zwischen christlichem Glauben und sozialer Ungleichheit.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Dörte Hansen: Broder Broder Bahnsen wollte nie etwas anderes als Bauer werden, Nachfolger seines Vaters, der ihm den "Kuhverstand" vererbt hat, das Gespür für Tiere. Aber den Hof bekommt sein…