Tom Blass

Die Nordsee

Landschaften, Menschen und Geschichte einer rauen Küste
Cover: Die Nordsee
Marebuchverlag, Hamburg 2019
ISBN 9783866482708
Gebunden, 354 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Tobias Rothenbücher. Die Nordsee: Sie zeigt sich oft stürmisch und rau, ist jedoch so viel mehr als nur unbeständiges Wetter, meterhohe Wellen und Bohrplattformen. Künstler und Dichter ließen sich von ihren Küstenlandschaften im ewigen Wandel inspirieren; als Handels- und Kriegsschauplatz hat sie das Schicksal ganzer Nationen entschieden; und auch heute noch formt sie die Identitäten ihrer Anrainerstaaten und derer Bewohner auf vielfältige Art und Weise. Tom Blass ist an die entlegensten Ufer der Nordsee gereist, er hat Fischer, Historiker und Bürgermeister getroffen und ist mit einem gewaltigen Fundus an Mythen, Anekdoten und Kuriositäten zurückgekehrt. Entstanden ist ein facettenreiches Porträt der Nordsee, das uns dieses vermeintlich unversöhnliche Meer in einem neuen Licht zeigt.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 10.05.2019

Als puren "Lesegenuss" preist Rezensent Günther Wessel dieses Buch des englischen Journalisten Tom Blass, der ihm hier gelehrt, wortmächtig und stimmungssatt von der Kulturgeschichte der Nordsee erzählt. Der Kritiker reist nicht nur von Hallig zu Hallig und lauscht den verschiedenen Dialekten, sondern lernt auch einiges über die Konkurrenz zwischen Antwerpen und Amsterdam, die Erfindung des Strandurlaubs oder den Niedergang der Fischereiindustrie. Und wie Tobias Rüthenbücher Blass' rhythmische und metaphernreiche Sprache ins Deutsche übersetzt hat, ringt Wessel ebenfalls große Anerkennung ab.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.03.2019

Die vielen Sprachen an den Küsten der Nordsee, die vielen Arten, Fisch zu fangen und zuzubereiten, die Lieder, auch der Antisemitismus auf Borkum, die Sylter Bestrafung - vor allem Fremder - für Vergewaltigung durch Ertränken, alles das erzählt der Engländer Tom Bass in seinem von Rezensentin Monika Maier-Albang als sein Lebenswerk bezeichneten Buch. Das ist selten langweilig, manchmal überladen, oft komisch, lobt sie. Ob er damit alle beeindrucken kann, sei fraglich. Aber wer die Nordsee liebt, so gesteht sie zu, wird "auch das Buch lieben".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2019

Matthias Hannemann schluckt sprachliche Schwächen und den nicht sehr tief gehenden Plauderton des im englischen Original bereits 2016 erschienenen Buches von Tom Blass und freut sich über die Geschichten, die der Autor von seinen Reisen kreuz und quer über die Nordsee mitgebracht hat - über Ostende, Klimawandel, Fischmehlgestank, Geisterdörfer, Disney auf Amrum, Halligen und Antisemitismus im Strandbad. Gerade das Unglamouröse der Nordsee kommt in den Reiseberichten gut rüber, findet Hannemann.
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