"net.art" dokumentiert zum ersten Mal die künstlerischen Aktivitäten, die durch das Internet ausgelöst wurden und zum Entstehen der sog. "Netzkunst" geführt haben. Im Mittelpunkt stehen 19 Interviews mit wichtigen Protagonisten der internationalen Netzkunst-Szene (u.a. Robert Adrian X, Wolfgang Staehle, Eva Wohlgemuth, Stelarc, Jodi, Heath Bunting, Alexei Shulgin, Olia Lialina, Vuk Cosic und Cornelia Sollfrank), flankiert von einer Einführung des Autors. Dieses Buch zielt nicht auf Vollständigkeit oder frühe Kanonisierung, sondern bietet anhand der Präsentation exemplarischer Positionen eine mosaikartige Übersicht zur Kunst im Netz.
Ulrich Gutmair beschreibt in seiner Besprechung die Künstler, die in diesem Band über Kunst im Internet vorgestellt und interviewt werden und versucht zu klären, was genau net.art eigentlich ist. Baumgärtel schlage in einem "programmatischen Aufsatz" vor, net.art als `Materialprüfungsamt des Internet` zu verstehen. Der Rezensent hält die neue Kunstart darüber hinaus für ein "ästhetisches Forschungsinstitut, das den Screen, den Browser und den Source Code als Rahmenbedingungen erst sichtbar macht." Insgesamt würdigt Gutmair den Band als eine "fundierte Sammlung von Dokumenten zur Netzkunst". Er weist auch darauf hin, dass der Herausgeber des Buchs, das Institut für Moderne Kunst in Nürnberg, parallel zur Publikation unter www.moderne-kunst.org einen eigenen Online-Bereich Netzkunst eröffnet hat.
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