Klappentext

Diesen Dix kennt kaum jemand. Verpflichtet allein seinem Auge, das alles minutiös aufzeichnet, und seinem Dämon, der ihn durch die Schützengräben des Ersten Weltkriegs führt, in die Exzesse der Großstadt und vor die Landschaft des Bodensees, wo Dix seinen Lebensabend verbrachte. Dort sind auch die Aufnahmen entstanden, die Thomas Knoefel und Robert Eikmeyer in Rundfunkarchiven aufgespürt haben eine kleine Sensation: Dix in Hochform und von brillanter Tonqualität. Einer der ganz großen Maler und Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.08.2009

Nahezu berauscht ist Holger Liebs nach dem Hören der dreiteiligen CD-Reihe "Originaltonaufnahmen" zu Martin Kippenberger, Otto Dix und Liam Gillick. Vor hintergründiger Kneipenakustik sind es hier nämlich die Künstler selbst, die sich und ihre Kunst kommentieren. Und was, fragt Liebs, ist authentischer an Kunst als der sie schaffende Künstler? Zu der Erfahrbarkeit von der Authentizität der drei Maler gesellt sich der Unterhaltungswert der Aufnahmen. Liebs leidet, lacht und lebt mit allen dreien. Gemälde werden nun endlich mit Gehörtem bereichert, sozusagen wie eine geführte Museumstour. Und dabei ist und bleibt alles absolut unverfälscht. Die Wirkung ist klar: "Es ist ein neues Sehen, das sich einstellt, wenn man diesen Künstlern zugehört hat."
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