S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2026
ISBN
9783103976434 Gebunden, 352 Seiten, 26,00
EUR
Klappentext
Bettina wächst mit ihrer älteren Schwester Simone in der bayerischen Provinz auf. Die Nachmittage verbringen sie zwischen Karpfenteich und dem leer stehenden Nachbarhaus. Früh übernimmt Bettina dabei Verantwortung für Simone, die seit ihrer Geburt geistig beeinträchtigt ist. Doch Bettina träumt davon, Schauspielerin zu werden, und erkennt bald: Will sie ihr eigenes Leben führen, muss sie sich von ihrer Familie lösen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2026
Großartig und mutig findet Rezensent Rainer Moritz diesen Roman um zwei Schwestern vom Lande, Niederbayern, um genau zu sein, von denen die ältere geistig behindert ist. Wie die beiden ihr Leben meistern, davon erzählt der Roman laut Moritz an drei Tagen 1989, 2014 und 2037. Eine Utopie ist er aber nicht, beruhigt er gleich. Es geht mehr um die Bewältigung zweier Leben, die von Überforderung, Schuld und Außenseitertum geprägt ist. Die jüngere, Bettina, liebt ihre Schwester Simone zwar sehr, aber will auch Schauspielerin werden und verlässt die Familie, die sich an ihre Rolle als Betreuerin von Simone gewöhnt hat. Später, Bettina ist als Schauspielerin gescheitert und managed jetzt ein kleines Theater, finden die Schwestern wieder zusammen. Trotz einer Kritikpunkte: Wie Steinaecker die Suche nach einem sinnvollen Leben schildert, findet Moritz auch sprachlich überzeugend.
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