Thomas P. Weber

Darwin und die neuen Biowissenschaften

Cover: Darwin und die neuen Biowissenschaften
DuMont Verlag, Köln 2005
ISBN 9783832179236
Gebunden, 270 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Keine wissenschaftliche Lehre hat das Selbstverständnis des Menschen in einem Ausmaß erschüttert wie Charles Darwins Theorie von den Ursachen der biologischen Vielfalt. Und kein anderes naturwissenschaftliches Modell wurde so vielfältig auf andere Gebiete übertragen wie sein Satz von der natürlichen Auslese. Charles Darwin hat den Menschen in die Tierwelt eingereiht. Thomas P. Weber reiht Darwin in die Riege seiner Vorläufer und Nachfahren ein. Darwin und die neuen Biowissenschaften beschreibt, wie der Begründer der Evolutionslehre die Geschichte des Lebens entzauberte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2005

Thomas Weber liefert, so Manuela Lenzen, eine "gut zu lesende Grundlage" zur Auseinandersetzung mit der Evolutionsbiologie seit Darwin, doch die im Titel versprochene Einführung ist es nicht. Eher eine Auseinandersetzung mit der, nach Ansicht des Autoren, allzu routinierten Rezeption Darwins. Weber will, so Lenzen, den Darwinismus aus den "Diskursen seiner Zeit" heraus darstellen und ersetzt dabei beispielsweise Malthus, der normalerweise als Hausheiliger Darwins angesehen wird, durch Newton - Darwins Biologie als eine Wissenschaft der Wechselwirkungen, wie die Mechanik.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.07.2005

Auch nach 150 Jahren bietet die Evolutionslehre Charles Darwins nach Ansicht von Rezensent Christian Weymayr "noch reichlich Denkstoff". Erfreut zeigt er sich daher über Thomas P. Webers Buch "Darwin und die neuen Biowissenschaften". Mit "unfassbarer Belesenheit" bette der Biologe das Wirken Darwins in dessen Zeit ein, während er den "neuen Biowissenschaften" nur knapp 20 Seiten widme. "Die Frage etwa, ob Gene Information tragen", bedauert Weymayr, "versandet bei Weber in dem Versuch zu erklären, wie Information definiert wird." Doch lobt Weymayr das Buch für seine "Faktenfülle" sowie den "guten Überblick", den es über die Bedingungen der Entstehung von Darwins Werk sowie über die an Darwins Theorien anschließenden Folgediskussionen gibt.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.05.2005

Einen hohen Informationswert gesteht der Rezensent Ulrich Baron dem aus der Feder des Biologen Thomas P. Weber stammenden Abriss über "Darwin und die neuen Biowissenschaften" zu. Es handele sich um eine übersichtliche Darstellung der "geistes- und wissenschaftsgeschichtlichen Hintergründe des Darwinismus", informiert Baron. Allerdings habe Weber den Einfluss des Darwinismus nur bis ins Jahr 2000 verfolgen können, als das Buch erstmals unter dem Titel "Darwin und die Anstifter" erschienen war. Seitdem, so der Rezensent, ist die Debatte durchaus weitergegangen. Darüber hinaus hat der Rezensent zu bemängeln, dass Weber sich zwar kritisch über Soziobiologie und evolutionäre Psychologie verbreite, aber nichts über die Verhaltensforschung eines Lorenz oder Eibl-Eibesfeldt sage.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.03.2005

Cord Riechelmann kann dieses Buch von Thomas P. Weber jedem empfehlen, der sich dafür interessiert, in welchem gesellschaftlichen, wissenschaftlichen, politischen und ökonomischen Umfeld Darwins Theorie entstand - jedenfalls solange Wolfgang Lefevres wissenschaftshistorische Studie "Die Entstehung der biologischen Evolutionstheorie" vergriffen ist. Er sieht den Verdienst Webers vor allem darin, dass Vorläufer von Darwin wie Jean-Baptiste Lamarck oder der Bevölkerungstheoretiker Thomas Robert Malthus entsprechend gewürdigt werden. Die Auseinandersetzung Webers mit den neuen Biowissenschaften besteht nach Auskunft des Rezensenten im Wesentlichen in der Darstellung und Kritik der Soziobiologie und der so genannten evolutionären Psychologie.
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