Aus dem Amerikanischen von Imke Walsh-Araya. Millionen Leser haben das teuflische Spiel zwischen Serienkiller Hannibal Lecter und FBI-Agentin Clarice Starling verfolgt. Jetzt ist Thomas Harris zurück und schickt einen Killer ins Rennen, der erneut für schlaflose Nächte sorgt: Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2019
Rezensent Peter Körte ist enttäuscht vom neuen Thomas Harris. Nicht nur, dass der Protagonist nicht die Klasse eines Hannibal Lecter hat, er trägt auch einen allzu biederen Namen: Hans-Peter Schneider! Bedauerlicher noch findet Körte allerdings, dass die Story um eine kolumbianische Ex-Kindersoldatin und den Sadisten Schneider vor Miami-Kulisse nicht in die Gänge kommt. So viele Möglichkeiten die Geschichte eröffnet, so wenig macht der Autor daraus, erklärt Körte. Die Figuren haben einfach kein Format, der Showdown ist matt, schimpft er. Von ausgefeilten Grausamkeiten allein aber kann kein Text leben, das kann man sich schon denken. Da hiflt es auch nicht, wenn Harris zwischendurch ein sattes Krokodil erzählen lässt, meint Körte.
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