Thomas Grimm

Linke Vaterlandsgesellen

Sozialisten, Anarchisten, Kommunisten, Raufbolde und andere Unangepasste
Cover: Linke Vaterlandsgesellen
Parthas Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783932529399
Gebunden, 363 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

In diesem Interviewband präsentiert der Berliner Filmemacher Thomas Grimm eine Auswahl linker Lebensläufe, die das 20. Jahrhundert zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik, Naziherrschaft, Exil, Remigration und Kaltem Krieg bis zur Wiedervereinigung und dem Niedergang der Sowjetunion hervorgebracht hat. Mitglieder des Gegner-Kreises, unter ihnen Robert Jungk, erinnern sich an ihren Kampf gegen den Faschismus, Rotfrontkämpfer an Saalschlachten mit der SA.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.09.2004

Jochen Staadt kann diesen gedruckten Fernsehinterviews mit Zeitzeugen der DDR nicht viel abgewinnen und watscht sie als "schriftliche Wiedergabe von Dahergeredetem" ab. Der Rezensent kann keinen Zusammenhang erkennen, außer dass die Befragten dem Herausgeber Thomas Grimm ins Weltbild passen und zufällig mal vor seiner Kamera gestanden haben. "Immerhin", so Staadt, "belegen einige der Interview-Abschriften beachtliche Volten und Kehrtwenden". Auch seien es die Interviews mit Günter Grass oder Klaus Staeck nach dem Zusammenbruch der DDR wert, festgehalten zu werden. Zu den Problemanalysen der Wiedervereinigung Peter Benders als Überwältigung der DDR durch die BRD, fällt dem Rezensenten nur ein: "Es ist schon unglaublich, wie sich linkes Besserwissen im Winde des Zeitgeistes hin und her beugen lässt" und resümiert über die Interviewten, dass sie alle "offenbar alle unter Phantomschmerzen über das Scheitern des marxistischen Menschenexperiments" leiden.
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