Tanja Schwarz

Nächtliche Skater

Erzählungen
Cover: Nächtliche Skater
Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig 2001
ISBN 9783378006386
Gebunden, 147 Seiten, 15,29 EUR

Klappentext

Geschichten vom Einsteigen und Ausbrechen, von Verliebten und Verlorenen. Die Frauen in diesen Erzählungen wissen alle noch nicht so genau, was sie wollen - wohl aber, was sie nicht wollen. Oft steht am Anfang eine Verweigerung oder ein Abschied, und meist ist es ein schwieriges Stück Leben, ehe aus einer unscheinbaren "Annette Raupe" am Ende eine starke "Annette Schmetterling" wird.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.04.2002

Die Autorin beherrscht den Ton, der zurzeit in der deutschen Literatur so "en vogue" ist, "perfekt", meint der mit S. V. zeichnende Rezensent in seiner kurzen Kritik. Er bescheinigt den Erzählungen, in denen es um das geht, "was einen bewegt", wie S. V. es umschreibt, einen "lakonischen aber bildhaften" Stil und die nötige Priese "Ironie". Doch irgendwie, findet der Rezensent ist dann doch mehr "drum herum" als drin, weshalb er sich nicht so richtig für die Erzählungen begeistern kann.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.11.2001

Eva Marz lässt kein gutes Haar am Debütwerk der Autorin: Diese will nur ihrem aufgestauten Ärger Luft machen und "persönliches Unglück in Worte fassen", meint die Rezensentin. Und das habe Schwarz dann auch noch schlecht formuliert: "Ich fühlte mich wie ein Mozarellaklumpen". Die Autorin errege sich über teure Jacken und gute Zensuren - "Das hat nichts mit Literatur zu tun", lautet das vernichtende Urteil der Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.11.2001

Sandra Kluwe rezensiert Tanja Schwarz' Prosadebüt "Der nächtliche Skater" und hebt die Balance zwischen christlicher Symbolik und Popkulturslang hervor, die ihr allerdings literarisch manchmal etwas schlicht erscheint. Schwarz beschreibe in ihren Erzählungen die Isolation und Identitätskrisen ihrer Figuren, die oftmals aus einem Umfeld sozialer Benachteiligung stammen. Die Charaktere erscheinen Kluwe jedoch bisweilen zu plakativ und die narrative Raffinesse bleibt hinter ihren Erwartungen zurück. Die Autorin, einer Art literature engage zugeneigt, schwächt diese Ambition in den Augen Kluwes durch einen distanziert-ironischen Erzählstil. Trotz erzählerischer Schwächen zeigt Schwarz Potenzial in ihrer Fähigkeit, alltägliche Szenen ins Absurde zu verzerren, meint eine abwägende Kritikerin.

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