Uwe Rada

Die Oder

Lebenslauf eines Flusses
Cover: Die Oder
Gustav Kiepenheuer Verlag, Berlin 2005
ISBN 9783378010796
Kartoniert, 222 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen meist farbigen Abbildungen und 1 Karte. Die Oder hat über die Jahrhunderte Völker eher geteilt als verbunden. 1945 wurde sie sogar zum Symbol einer Grenze schlechthin. Doch seit der Wende in Deutschland und in Polen ist für diesen Fluß nun ein neues, europäisches Kapitel seiner Geschichte angebrochen. Der Band von Uwe Rada bietet beides: eine Kulturgeschichte der Oder wie auch eine bildreiche Reise von der Quelle bis zur Mündung des Stromes.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.01.2010

Dem Rezensenten Cord Aschenbrenner gefällt im Großen und Ganzen, wie sich der Autor Uwe Rada der Geschichte des Flusses Oder nähert - an manchen Stellen hätte er sich allerdings gewünscht, dass der Autor weniger "an der Wasseroberfläche schwimmt" und stattdessen "wirklich tief eintaucht." Dieses Gefühl ergibt sich nach Meinung des Rezensenten vor allem daraus, dass Rada sich oft auf den Osteuropahistoriker Karl Schlögel beruft und dessen wirklich hohe Kunst der Geschichtsschreibung so zur Messlatte wird. Trotzdem sei Rada ein "lesenswertes, anregendes Buch gelungen", das schon allein deswegen verdienstvoll sei, weil die Oder nicht so viel symbolische Strahlkraft besitzt wie manch anderer europäischer Fluss und deswegen bislang vor allem als politische Demarkationslinie interessant war.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.02.2007

Höchst angetan zeigt sich Thomas Urban von diesem opulent ausgestatteten Buch über die Oder, das Uwe Rada vorgelegt hat. Die Schilderungen von Geschichten und die Anekdoten aus den Städten und Dörfern beiderseits der Oder lobt er als überaus spannend, anschaulich und lebendig. Besonders reizvoll findet er die Ausflüge in die Literatur. Deutlich wird für ihn die große Rolle, die der Fluss in der Geschichte der deutsch-polnischen Nachbarschaft gespielt hat und immer noch spielt. Gelungen scheint ihm auch die Spalte am Rand jeder Seite, in der Rada Begegnungen und Eindrücke seiner Wanderungen entlang der Oder wiedergibt. Überzeugt hat ihn auch die Auswahl der Fotos und die "liebevolle Gestaltung" des Buchs.

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