Tania Blixen

Jenseits von Afrika

Roman
Cover: Jenseits von Afrika
Manesse Verlag, München 2010
ISBN 9783717522027
Gebunden, 412 Seiten, 22,95 EUR

Klappentext

Aus dem Dänischen von Gisela Perlet. Die Majestät der Berge, die unendliche Weite der Savannen und ihre Bewohner zogen Tania Blixen augenblicklich in ihren Bann, als sie 1914 ins koloniale Britisch-Ostafrika reiste, um dort zu heiraten und eine Kaffeeplantage zu betreiben. In farbigen Bildern beschreibt sie die märchenhaft-mystische Atmosphäre der Natur, erzählt von der Jagd, den ihr fremden Bräuchen der Einheimischen und von so mancher bewegenden Begegnung: mit Kamante, einem kranken Kikuyujungen, den sie zum Koch ausbildet, mit Häuptling Kinanjui, mit Berkeley Cole, der ihr zum Freund, und Denys Finch-Hatton, der zu ihrem Geliebten wird.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.07.2010

Neues Leben eingehaucht hat die Übersetzerin Gisele Perlet dem Stoff zwar schon 1989. Zum 125. Geburtstag von Tania Blixen kommt nun aber die überarbeitete und mit dem dänischen Original abgestimmte Version ihrer Neuübersetzung auf den Markt, die Kristina Maidt-Zinke für ihr stilistisches Feingefühl lobt. Durch die stärkere Differenzierung und Nuancierung im Ausdruck wird die Rezensentin nun auch die feudal-patriachalische Haltung Blixens gegenüber ihrem Stoff sowie ihre Selbststilisierung stärker offenbar. Maidt-Zinkes Freude über die leidenschaftliche, geistreiche und farbenfrohe episodische Schilderung eines versunkenen Kontinents (nicht etwa Roman oder Lebensgeschichte der Autorin, wie die Rezensentin mit Hinweis auf die Verfilmung betont) trübt das nicht.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.2010

Diese überarbeitete und mit der kritischen Ausgabe abgestimmte Übersetzung der dänischen Fassung von Tanja Blixens Afrika-Buch hält Peter Urban-Halle für einen Meilenstein in der Geschichte der Blixen-Editionen. Nostalgisch, vornehm, aber betreffend Stil, Haltung und Geist von echter Schönheit tritt ihm der Text entgegen und zeigt ihm Afrika, seine Bewohner und seine Natur mal elementar und reduziert, mal üppig Heroisch. Urban-Halle versteht den Text als Autobiografie, als Liebesgeschichte, aber auch als landes- und völkerkundliche Studie, die ihm die Faszination der Autorin für den afrikanischen Kontinent wie auch ihre analytische Kompetenz bezeugt, wenn Blixen etwa die kolonialen Machtverhältnisse beobachtet.