Sylvia Plath

Der Koloss

Gedichte. Englisch - Deutsch
Cover: Der Koloss
Suhrkamp Verlag, Berlin 2013
ISBN 9783518423806
Gebunden, 163 Seiten, 22,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Judith Zander. Am 11. Februar 1963 begeht Sylvia Plath im Alter von 30 Jahren Selbstmord, heute ist sie die berühmteste amerikanische Dichterin des 20. Jahrhunderts. 50 Jahre nach ihrem Tod erscheint nun erstmals in deutscher Übersetzung "Der Koloss", Sylvia Plaths erster und einziger Gedichtband zu Lebzeiten. Ihre Verse erzählen von einer Welt, die düster ist und voller Sehnsucht, in der zwischen Irrenhaus, Mythos und Märchen eine Frau um eine unangetastete Identität ringt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.01.2014

Mit großer Freude begrüßt Meike Fessmann die Neuerscheinungen zu Sylvia Plath, die ihr Werk, aber auch ihre berühmt-berüchtigte Ehe mit Ted Hughes in einem neuen Licht erscheinen lassen. Judith Zander hat die beiden Neuübersetzungen der Gedichtbände "Koloss" und "Übers Wasser" besorgt, die Fessmann beide der Initiative des Verlegers Christian Lux anrechnet. In beiden Bänden ist die Rezensentin über einige recht unbeholfene Passagen gestolpert, und sie vermisst oft auch die Lockerheit oder Kühnheit früherer Übersetzungen. Aber nichtsdestotrotz hält sie Zanders Arbeit für sehr wertvoll und einen großen Fortschritt in der Plath-Rezeption, denn die Übersetzerin mache den Wandel in Plaths Dichtung sehr gut nachvollziehbar: von den frühen kühlen und recht statuarischen Gedichten hin zu einer großen poetischen Freiheit und lyrischem Furor, aber auch zu Zartheit und somnambuler Gestalt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2013

Zwei neue Gedichtbände von Sylvia Plath, damit hat sich ihr Werk in der deutschen Übersetzung auf einen Schlag verdreifacht, freut sich Rezensent Florian Balke. Beide Gedichtbände, "Der Koloss" und "Übers Wasser" wurden von Judith Zander übersetzt - und zwar "exzellent", lobt der Rezensent. Nur ab und zu gebe es ein paar rhythmusstörende Silben zu viel. "Der Koloss", 1960 erschienen, ist der einzige Gedichtband, der zu Lebzeiten von Plath veröffentlicht wurde, erzählt der Rezensent. Literarisch ist er seiner Ansicht nach dem berühmten "Ariel" "nur wenig" unterlegen. Es geht um Tod und Leben, Werden und Vergehen, so der Rezensent, dem auch unheimliche Töne auffielen, etwa im Gedicht "Pilze", aus dem er zitiert. Die titelgebenden Geschöpfe sind gerade dabei, den Waldboden zu durchbrechen: "Wir werden am Morgen / Das Erdreich besitzen. / Unser Fuß ist in der Tür."
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