Connie Palmen

Du sagst es

Roman
Cover: Du sagst es
Diogenes Verlag, Zürich 2016
ISBN 9783257069747
Gebunden, 288 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers. Sylvia Plath und Ted Hughes sind das berühmteste Liebespaar der modernen Literatur - und das tragischste: Denn nach Sylvias Suizid im Jahr 1963 galt sie als Märtyrerin, hingegen ihr Mann als Verräter - eine Schuldzuweisung, zu der er sich zeitlebens nie äußerte. In dieser fiktiven Autobiographie bricht er sein Schweigen. Palmen lässt ihn auf seine leidenschaftliche Ehe zurückblicken und eine Liebe neu beschreiben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2016

Connie Palmen erzählt in ihrem Roman "Du sagst es" die Geschichte der Dichter Sylvia Plath und Ted Hughes ganz aus der Perspektive des Mannes, erzählt Eva Schäfer. Nach Palmens Darstellung kreiste für Hughes die Beziehung zu Plath offenbar vor allem um die Gedichte. Man las sich gegenseitig vor, korrigierte sich, ermunterte sich gegenseitig. Palmen versucht dabei, den poetischen Ton von Hughes zu treffen. Ob ihr das gelingt, erfahren wir nicht. Wenn ihre eigene Meinung gefragt wäre, zitiert Schäfer lieber Connie Palmen, die behauptet habe, sie hätte beim Schreiben gelegentlich kichern müssen.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.10.2016

"Ein Kunststück" nennt Rezensentin Shirin Sojitrawalla Connie Palmens Roman "Du sagst es", denn es gelinge ihr, was zunächst unmöglich scheint: Ted Hughes zu verteidigen ohne Sylvia Plath zu verraten. Gestützt auf Hughes Gedichtsammlungen, Essays und Vorworte lässt sie den so oft zum "Bösewicht" der tragischen Liebesgeschichte erklärten Ehemann Sylvia Plaths zu Wort kommen und sich, ohne dabei in einen trotzigen Ton zu verfallen, gegen die zahlreichen Anschuldigungen und Behauptungen verteidigen, erfahren wir. Empathisch, raffiniert und psychologisch klug zeichnet die Autorin hier das Bild einer außergewöhnlichen Beziehung zweier außergewöhnlicher Menschen, meint Sojitrawalla und stellt anerkennend fest: keinem könne das besser gelingen, als Connie Palmen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016

Rezensent Jan Wiele würde manchen Satz als pathetisch übertrieben abtun, wüsste er nicht, um wen es geht in Connie Palmens Roman. Die Geschichte von Sylvia Plath und Ted Hughes, wie sie Palmen hier fiktionalisiert, erschüttert ihn und bedeutet ihm, wie man aus einer realen Vorlage einen guten Roman macht. Neid, Eifersucht, Streit und Depression und hysterische Liebe, über all das wird im Text laut Wiele aus Sicht von Ted Hughes berichtet, ein witziger Einfall, findet er, Gegenbiografie und Abrechnung mit Sylvia Plath und den Interpreten ihrer Ehe. Vor allem aber ein lyrischer Roman, der den Rezensenten fesselt und mit seinen Bezügen zu den Gedichten der beiden Schriftsteller und weiteren Quellen auch eine amüsante angelsächsische Literaturbetriebsgeschichte darstellt, wie Wiele meint.
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