Stuart Turton

Der letzte Mord am Ende der Welt

Kriminalroman
Cover: Der letzte Mord am Ende der Welt
Tropen Verlag, Stuttgart 2025
ISBN 9783608502619
Gebunden, 464 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Dorothee Merkel. Die letzte bewohnte Insel der Welt. Eine Idylle. Hier leben Dorfbewohner und eine Handvoll Wissenschaftler friedlich zusammen. Doch dann geschieht das Undenkbare: Eines Morgens wird die Leiche einer brutal ermordeten Wissenschaftlerin gefunden. Sie sorgte für Sicherheit auf der Insel. Wird ihr Mörder nicht rechtzeitig gefunden, steht das Überleben der Menschheit auf dem Spiel.Die Welt wurde durch einen giftigen Nebel zerstört, nur auf einer kleinen Insel im Mittelmeer existieren dank eines komplizierten Abwehrsystems letzte Überlebende. Wissenschaftler sorgen für ein friedliches Leben, sie überwachen die Landwirtschaft, die nächtliche Sperrstunde und sogar die Gedanken der Dorfbewohner. Die wiederum stellen keine Fragen - bis eine der Wissenschaftlerinnen eines Morgens ermordet aufgefunden wird. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Mord das Abwehrsystem der Insel heruntergefahren hat. Wird der Mörder nicht innerhalb der nächsten 107 Stunden gefunden, wird die Insel von dem Nebel verschluckt. Und auch die letzten Menschen auf Erden werden aussterben. Das Problem: Niemand erinnert sich daran, was in der vergangenen Nacht geschehen ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.05.2025

Manchmal wagt Stuart Turton ein bisschen zu viel, hält Rezensentin Maria Wiesner zu seinem neuen Krimi fest, der auf einer einsamen, abgeschotteten Insel spielt, auf der nur 122 Menschen genügend Lebensraum finden. Die Lehrerin Niema erklärt, dass die Abschottung viel mit dem bedrohlichen Nebel zu tun hat, der um die Insel wabert - dann ist sie tot und die Schülerin Emory, die heimlich die auf der Insel verbotenen Krimis liest, versucht, den Fall aufzuklären. Erzählt wird das Ganze aus der Perspektive einer künstlichen Intelligenz, was Wiesner mehr nervig als reizvoll findet, denn Turton schummelt der allwissenden KI Inkonsistenzen unter, damit die Leser miträtseln können - aber warum dann überhaupt dieser "Kunstgriff", fragt die Rezensentin. Stark findet die Kritikerin aber  die spannenden Plottwists, wie sie schließt.
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