Stuart Evers

Zehn Geschichten übers Rauchen

Roman
Cover: Zehn Geschichten übers Rauchen
Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2011
ISBN 9783627001766
Gebunden, 191 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Andrea Fischer. Zehn Geschichten, die sich entzünden, glühen und noch lange im Raum schweben, Geschichten, die Momente der Klarheit im tiefsten Nebel suchen, die von Einsamkeit handeln, von Schuld und Verführung, von der Stille, die das Klicken eines Feuerzeugs zerbricht, von schlaflosen Nächten, die von glimmender Asche durchglüht sind, von der Suche nach einem unbekannten Halbbruder, einem ungewöhnlichen Junggesellenabschied, einem wahllos weg geschnipsten Streichholz mit unabsehbaren Folgen, einer unglücklichen Familienzusammenkunft und einer letzten Zigarette. Ein Swindon Motel, eine Luxusvilla, ein Pub in Benidorm und ein Las Vegas Casino gehören zu den Settings dieser wehwehmütigen Geschichten.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.10.2011

Stuart Evers Debüt "Zehn Geschichten übers Rauchen" kann süchtig machen, warnt Rezensent Ulrich Rüdenauer. Meisterhaft gelinge es Evers, in zehn klassischen, "präzise komponierten" Shortstories das Lebensgefühl des Rauchens zu vermitteln. Rüdenauer begegnen hier meist ängstliche und einsame Figuren, die aus Verlegenheit rauchen oder mit der Zigarette für einen Moment aus der Welt fliehen, wie etwa der an Krebs sterbende Autor, der seine letzten Tage stets rauchend auf Partys verbringt. Der Kritiker lobt insbesondere die Fähigkeit des Autors, mit nur wenigen Andeutungen Sehnsucht, Verzweiflung und das Gefühl der Vergänglichkeit zu vermitteln.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011

Schon das von Florian Heinke gestaltete Buchcover findet Rezensentin Melanie Mühl einfach "fantastisch". Und die dahinter verborgenen "Zehn Geschichten übers Rauchen" haben ihr ebenfalls so gut gefallen, dass sie sich von Stuart Evers fast zu einer Ausnahme hinreißen lassen würde. Denn der führt sie mit seinem einfachen, leicht melancholischen Tonfall weit in den sonst verschlossenen "Raucherkosmos" hinein, in dem ihr eben keine harten, ausgekochten Raucher begegnen, sondern träumende und zweifelnde Menschen, denen die Zigarette hilft, für einen Moment aus der Welt zu flüchten oder sich ihren Erinnerungen hinzugeben. Ob Raucher oder Nichtraucher, Stuart Evers? Debüt kann die Kritikerin in jedem Fall uneingeschränkt empfehlen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.09.2011

Sicher, viel spricht fürs Nichtrauchen. Aber nicht alles, wie Stuart Evers' Debüt "Zehn Geschichten übers Rauchen" für Burkhard Müller zeigt. Zum Beispiel gehen dem Nichtraucher die schlanken Bewegungen und die kleinen Gesten ab: "Ein Raucher hat immer schon Fasson; ein Nichtraucher muss darum erst ringen." In den Geschichten geht es u.a. um einen Falklandkrieg-Veteran, der an der Bar rauchend um seine gefallenen Kameraden trauert, um einen alten Herrn, der gerade geheiratet hat und weiß, dass er bald sterben wird, oder auch um einen Rauchkünstler: Figuren, die in Müllers Augen "Sonderlinge" und "Pechvögel" sind, aber für die er als Leser viel Sympathie übrig hat. Und auch die Geschichten selbst findet er so originell, dass er jetzt schon gespannt auf das nächste Buch des Autors ist.
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