Von Hannes Koch, Bernhard Pötter und Peter Unfried. Deutschland nimmt mit dem Atomausstieg international eine Vorreiterrolle ein noch nie hat ein Industrieland seine Energieversorgung so radikal neu erfunden. Aber noch ist unklar, wie es nun weitergeht. Wird sich die zentrale Energieversorgung weiterhin behaupten, oder können wir sie dezentralisieren? Bestimmen die alten Konzerne die Zukunft der Energieproduktion oder setzen sich neue, innovative Firmen endlich durch? Welche Köpfe beeinflussen maßgeblich die Energiewende, wer zieht im Hintergrund die Fäden? Die Autoren zeigen aber auch: Gelingt die Energiewende, profitieren wir alle. Es geht nicht nur um niedrige Strompreise und saubere Energie, auch die politische Willensbildung kann demokratischer gestaltet werden.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 15.03.2012
Den drei Umweltexperten der taz, Hannes Koch, Bernhard Pötter und Peter Unfried, ist mit "Stromwechsel" eine toller Blick auf die verschiedenen Interessen hinter der Energiewende gelungen, lobt Christiane Grefe. Die Rezensentin findet allerdings zu klar, wem die Autoren gewogen sind, in der Auseinandersetzung zwischen alten und neuen Energieanbietern. Trotzdem hat das Buch Grefe interessante Perspektiven eröffnet: Energie-demokratische Smartgrits beispielsweise, in denen dezentral produziert, aber zentral die Verteilung gesteuert wird, oder ein mögliches Energieministerium. Viel Stoff für Diskussionen, meint die Rezensentin.
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