Daniel Gräber

Akte Atomausstieg

Das Ende der Kernkraft und das Scheitern der Energiewende
Cover: Akte Atomausstieg
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2025
ISBN 9783451073410
Gebunden, 176 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Deutschlands energiepolitischer Sonderweg könnte zur Sackgasse werden. Kurz vor Abschluss des Atomausstiegs fiel mit Russlands Angriff auf die Ukraine die wichtigste Stütze der Energiewende weg: das Erdgas aus dem Osten. Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck ließ eine Verschiebung des Atomausstiegs prüfen. Sechs Kernkraftwerke hätten gerettet werden können. Doch es kam nur zu einer minimalen Laufzeitverlängerung.In den durch Cicero freigeklagten Akten des Wirtschafts- und des Umweltministeriums zeigt sich: Während alle europäischen Nachbarn ihre Ausstiegsbeschlüsse nach Russlands Überfall revidierten, fehlte Habeck die Kraft dazu, sich gegen die Energiewende-Lobby in seiner Partei durchzusetzen. Parteipolitische Ziele werden bei der Energiepolitik oft wichtiger genommen als das Wohl des Landes. Wie es dazu kommen konnte und welche Gefahren das für Deutschlands Zukunft bergen könnte, zeigt Daniel Gräber.

Buch in der Debatte

9punkt 06.05.2025
Der Cicero-Journalist Daniel Gräber hat recherchiert, wie es zum deutschen Atomausstieg kam - konkret zur Abschaltung der letzten sechs Meiler gerade im Moment des Ukraine-Kriegs, aber auch zur Idee des Atomausstiegs, die die Grünen der vorigen (aber nicht jetzigen) Generationen prägte. Ruhrbaron Stefan Laurin interviewt ihn zu seinem Buch "Akte Atomausstieg - Das Ende der Kernkraft und das Scheitern der Energiewende": "Die Ursprünge finden sich in den 1970er-Jahren, etwa bei Amory Lovins in den USA. Sein Ziel war nicht nur Effizienz, sondern bewusste Verknappung - die Idee, dass weniger Energie uns zu besseren Menschen macht." Unser Resümee