Aus dem Englischen von Jürgen Schröder. Auf was kann man sich eigentlich noch verlassen? Gibt es so etwas wie Objektivität? Ja, meinen viele - oder doch nicht? Ist Objektivität überhaupt möglich? Und wenn ja: Kann es sie auch bei moralischen Urteilen oder in Geschmacksfragen geben? Oder ist sowieso alles subjektiv und relativ?
Wenn man die Frage zu beantworten versucht, was Objektivität eigentlich ist, hat man schnell mit einer ganzen Reihe von Vieldeutigkeiten und Missverständnissen zu kämpfen. Um ihnen beizukommen, muss man die richtigen Fragen stellen. Genau das tut Stephen Gaukroger. Dabei wendet er sich der Philosophie ebenso zu wie der Sozialforschung oder Urteilen über Kunst und zeigt auf, wie sowohl Befürworter als auch Gegner von Objektivität "tricksen".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2017
Gerd Schrader sucht bei dem britischen Philosphen und Wissenschaftshistoriker Stephen Gaukroger nach einer brauchbaren Definition von Objektivität. Dass die Fähigkeit zur Objektivität das menschliche Alleinstellungsmerkmal sei, wie der Autor behauptet, möchte Schrader mal dahingestellt sein lassen, wie der Autor den Begriff einkreist, seine Entwicklung aufzeigt und Argumente dagegen und dafür vorstellt, scheint ihm allerdings allemal lehrreich. Auch wenn die Objektivität in der Ethik laut Schrader vom Autor weniger überzeugend behandelt wird, stellt das Buch für ihn eine erhellende Verbindung aus Begriffsanalyse und Wissenschaftsgeschichte dar.
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