Erstmals wird aus historischer Perspektive untersucht, wie die Menschenrechte in den globalen Krisen und Konflikten des 20. Jahrhunderts an Gültigkeit gewonnen haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2010
Das findet Christian Hillgruber gut. Die Menschenrechte einmal nicht historiografisch als Triumphzug zu betrachten, sondern ihre Bedingtheiten im globalen politischen Gemenge hervorzuheben, wie es sich dieser Sammelband zur Geschichte der Menschenrechte im 20. Jahrhundert zur Aufgabe gemacht hat, macht seiner Meinung nach Sinn. Durch die Beiträge blättert der Rezensent wie durch bekannte Kapitel eine Konfliktgeschichte, die ihm die Menschenrechte als Resultate eines Zusammenspiels von Verständigung und Verwirklichung zeigen. Wie verschieden geprägte Konzepte von Menschenwürde sowie die sprachliche Praxis die verfassungsrechtlichen Konsequenzen beeinflussten, lernt Hillgruber in dem von Stefan-Ludwig Hoffmann herausgegebenen Band. Vor allem aber lernt er eines: Bei aller Bedingheit und Unvollkommenheit bleiben die weltweit verbindlichen Menschenrechte eine geschichtsträchtige Wirkmacht und ein zur Verwirklichung drängendes Ideal.
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