Josef Früchtl legt sich in seiner Besprechung mächtig für den Philophen Stanley Cavell in Zeug. Denn Früchtls Meinung nach zu unrecht genieße Cavell in der deutschsprachigen Philosophie noch immer den zweifelhaften Ruhm, ein Geheimtipp zu sein. Den Argwohn habe sich der skeptizistische Cavell durch die Diversität seiner Themen ebenso zugezogen, wie durch die zentrale These all seiner Schriften: dass die treibende Kraft der neuzeitlichen Philosophie das Bemühen sei, die conditio humana, das Gewöhnliche, zu überwinden. Nach Früchtl dagegen spricht dies eher für den Harvard-Philosophen. Denn Cavell zu lesen heiße, "nicht nur Logik und Argumentation, sondern auch das eigene Empfindungsvermögen zu schärfen". So lobt der Rezensent die Herausgeber vorbehaltlos für diesen Band, dessen Essays und hilfreiche Einführungstexte einen hervorragenden Einstieg in Cavells "interdisziplinäres, wildes und eigenwilligens Denken" ermögliche.
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