Das Buch kann man über die KZ-Gedenkstätte Dachau beziehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.10.2002
Stanislav Zámecnik war Insasse des Lagers Dachau - und nach dem Krieg wurde ihm als Historiker Dachau auch zum wissenschaftlichen "Lebensthema". Diese Doppelung des Blicks - aus unmittelbarer Zeugenschaft zum einen, aus der Distanz des Wissenschaftlers - prägt diesen Band. Als Historiker verarbeitet Zámecnik, wie ihm die Rezensentin Sibylle Steinbacher bescheinigt, eine "Fülle von archivalischen Quellen und Erinnerungsberichten", wobei er sich stets auf der "Höhe der Forschung" bewegt. Die eigene Erinnerung fungiert - in klar abgesetzten Passagen - als "Korrektiv". Mit manchem Mythos - etwa der Rede von der "Häftlingsgemeinschaft" - räumt er dabei auf, die Beschreibung gewinnt, so Steinbacher, im Bericht "besondere Dichte". Dieser Band ist, wie die Rezensentin betont, eine "große wissenschaftliche Leistung", er wird auf absehbare Zeit das "Grundlagenwerk" zum Thema bleiben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.10.2002
Es war "höchste Zeit" für eine neue Monografie über das Konzentrationslager Dachau, meint Elisabeth Bauschmid, und zeigt sich mit dem vorliegenden Werk äußerst zufrieden. Gerade die Tatsache, dass Stanislav Zamecnik seine Position als Historiker mit eigenen Erfahrungen verbinden kann, die er als Jugendlicher im KZ Dachau gemacht hat, ist dem Erkenntnisgewinn eines solchen Werkes dienlich, lobt die Rezensentin. So kann er "die schmerzlich genaue Schilderung des Erlebten mit der Nüchternheit des Forschers" verbinden, was ihm Bauschmid zufolge gut gelungen ist. Zudem beziehe Zamecnik auch die wissenschaftliche Literatur mit ein, die nicht immer verlässlich sei. Wenn der Autor auch an einigen Stellen gegen das "Gebot der Leidenschaftslosigkeit" verstößt, hat er sich über die Nähe zu seinem Gegenstand doch gut hinwegsetzen können, so Bauschmid. Für die Rezensentin ist hier aber nicht so sehr die vergleichende Untersuchung von Detailfragen entscheidend. Das Verdienst dieser Monografie sei vor allen Dingen die "beklemmende Genauigkeit der Schilderung des Alltags" in Dachau, die für den Leser gut nachzufühlen sei.
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