Aus dem Griechischen von Birgit Hildebrand. Glückliche Liebschaften und unglückliche Ehen, ein Giftmord im Kongo und die russische Revolution - Soti Triantafillou erzählt die Geschichte einer griechischen Familie, die fast ein Jahrhundert umgreift und von Athen bis nach Brazzaville, von Paris bis St. Petersburg reicht. Großvater Stefanos hat in Suez am Kanal mitgebaut, sein Sohn Markos lässt sich als Eisenbahningenieur in Alexandria nieder und träumt davon, eine Bleistiftfabrik zu besitzen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.01.2005
Barbara Spengler-Axiopoulos stellt eine Autorin vor, die in Griechenland seit Jahren höchst erfolgreiche Bücher schreibt. Soti Triantafillous Thema sei die Diaspora, das Leben junger Griechen in der Fremde wie auch der innovative Anschub, den das zurückgebliebene Griechenland durch diese Auswandererbiografien erhalten habe, resümiert Spengler-Axiopoulos. "Die Bleistiftfabrik" ist bereits 2000 auf Griechisch erschienen, ein gewaltiges Familienepos, das an insgesamt elf verschiedenen Schauplätzen in Afrika und Europa spielt und die großen technologischen und ideologischen Umwälzungen des späten 19. und 20. Jahrhunderts Revue passieren lässt. Mitunter empfindet die Rezensentin das große Figurenarsenal Triantafillous als belastend, zumal die Autorin ihren fiktiven Charakteren außerdem viele historische Persönlichkeiten zur Seite gestellt hätte, die anders als die eigenen Figuren ohne schärfere Kontur blieben. Davon abgesehen hat die Rezensentin nichts zu beanstanden und lobt die umsichtige Übersetzung Regina Hildebrands, die auch den ironischen Ton bewahren helfe, der für griechische Autoren keineswegs selbstverständlich sei.
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