Sie lächeln freundlich auf Instagram-Fotos oder kochen auf ihrem YouTube-Kanal. Immer mehr extreme Rechte geben sich auf den ersten Blick harmlos. Doch sie nutzen das Netz als Radikalisierungsplattform. Die Folgen in der analogen Welt sind drastisch: vom Mord an Walter Lübcke bis zum Christchurch-Terroranschlag in Neuseeland. Patrick Stegemann und Sören Musyal recherchieren im rechten Netzmillieu, bewegen sich undercover in digitalen Untergrundnetzwerken, wo rechtsextreme Inhalte verbreitet, Reichweiten organisiert und Rechtsterroristen bejubelt werden. Ihr Befund: Vereine und Stiftungen finanzieren rechte Influencer, um Menschen in die rechte Szene zu locken. Plattformen wie Facebook und YouTube sind mitverantwortlich für die Propaganda und den Rechtsruck unserer Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.02.2020
Philipp Schnee empfiehlt dringend Patrick Stegemanns und Sören Musyals nach Meinung des Rezensenten mit klaren Botschaften und einem unangestrengten Stil punktendes Buch über die Netzaktivitäten der Rechten. Der an eine TV-Doku anschließende Band zeichnet laut Schnee umfassend das Bild der in der Gamer-Szene wildernden Rechten, berichtet von rechten Influencern auf Youtube und Facebook und schafft so ein nüchternes, weder über- noch untertreibendes Bild der Szene und ihrer bewährten Taktiken der Zuspitzung, Übertreibung und Emotionalisierung. Darüber hinaus erfährt Schnee auch Wissenswertes über die Rolle der Tech-Konzerne und mögliche Gegenmaßnahmen: eine grundsätzliche Verständigung über die Gestaltung der digitalen Öffentlichkeit.
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