In Zusammenarbiet mit dem Sören-Kierkegaard Forschungszentrum Kopenhagen herausgegeben von Niels Jörgen Cappeloern, Hermann Deuser und Heinrich Anz. Der erste Band der DSKE enthält Kierkegaards Journale und Aufzeichnungen der Jahre 1835-1839 und beruht auf der historisch-kritischen dänischen Neuausgabe. Die Texte der von Kierkegaard mit AA, BB, CC und DD gekennzeichneten Journale zeigen die Vielfalt der Interessen und Studien, die Kierkegaard in jenen Jahren, also zu Beginn seiner formativen Periode, verfolgt. Die von autobiographischen Notizen, literarisch-ästhetischen Studien und Entwürfen bis hin zu philosophischen und theologischen Erörterungen reichenden Aufzeichnungen erlauben einen einzigartigen Einblick in die Werkstatt Kierkegaards und damit in die Textgenese selbst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.11.2005
Voll des Lobes ist Rezensent Konrad Paul Liessmann für diesen ersten Band der neuen "Deutschen Sören Kierkegaard Edition", mit der, zeitgerecht im 150. Todesjahr Kierkegaards, ein "editorisches Mammutprojekt" startet. Der Band, der Journale und Aufzeichnungen Kierkegaards aus den Jahren 1835 bis 1837 enthält, zeige den Philosophen als "jungen Mann auf der Suche nach seiner Bestimmung". Der Band bietet zur Freude des Rezensenten die gesicherten, zuverlässigen Texte der für das Verständnis von Kierkegaards Werken so wichtigen biografischen Dokumente, die bisher nur in verstümmelter, kompilierter Form vorlagen. Liessmann würdigt die "herausragende Bedeutung" Kierkegaards für die deutsche Kultur, insbesondere für die Theologie und Philosophie. Er berichtet über die frühen Aufzeichnungen Kierkegaards, in denen er bereits zahlreiche Motive und Fragen seines weiteren Denk- und Lebenswegs vorfindet, die radikale Selbstbefragung etwa oder das Problem der Selbsterkenntnis. Auch für einige Überraschungen sorgt der Band: Angetan hat es dem Rezensenten etwa eine kleine Abhandlung über die Kunst, Kindern Geschichten zu erzählen, die so manche zeitgenössische Pädagogik alt aussehen lasse. Überhaupt hebt Liessmann den zeitdiagnostischen Weitblick und die Aktualität von Kierkegaards Denken hervor. Abschließend lobt er den Band für die "zeitgemäße Übersetzung" und seinen umfangreichen "exzellenten Kommentar" ein, der allen Ansprüchen genüge.
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