Siri Hustvedt

Leben, Denken, Schauen

Essays
Cover: Leben, Denken, Schauen
Rowohlt Verlag, Reinbek 2014
ISBN 9783498030223
Gebunden, 496 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Uli Aumüller und Erica Fischer. Siri Hustvedt versammelt hier 32 Essays, entstanden zwischen 2006 und 2011. Sie alle sind, in ihren eigenen Worten, verbunden durch "eine lebenslange Neugier auf das, was es heißt, ein Mensch zu sein". Thematisch decken sie das gesamte Spektrum von Hustvedts vielfältigen Interessen ab: von der Kunsttheorie über die Literatur und Philosophie, die Psychologie und Psychoanalyse bis hin zu den Neurowissenschaften. Und doch tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf die Grundfragen unseres Menschseins.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.07.2014

Am stärksten findet Rezensentin Dorion Weickmann Siri Hustvedts Essayband "Leben, Denken, Schauen" in seinen Randbezirken, also dem Leben und Schauen. Da tut die Autorin, was sie am besten kann: sie kommt vom konkreten Lebenshölzchen aufs Theoriestöckchen und geht dabei ebenso einfühlsam wie bildungsstrotzend vor, erklärt Weickmann. Auch die Kunstbetrachtungen haben der Rezensentin gefallen. Nur die Passagen über das Denken sind dann leider schwächer, bedauert Weickmann. Freud erscheint in allzu bekannten Sprachkleidern und Hustvedts eigene Sprachkritik wirkt nicht sehr kritisch, so die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2014

Besonders erscheinen Julia Encke die hier versammelten Essays von Siri Hustvedt aus den Jahren 2006 bis 2011, weil es der Autorin gelingt, aus intimen Erfahrungen Erkenntnis zu ziehen und sie mit dem Leser zu teilen. Den Spagat zwischen Mythologie, Psychologie, Kunst und Persönlichem schafft die Autorin laut Encke spielend und erfüllt damit eine wichtige Voraussetzung für das Schreiben guter Essays, meint die Rezensentin.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.03.2014

Intellektuell, aber ungewöhnlich, findet Meike Feßmann die hier versammelten Essays und Vorträge von Siri Hustvedt. Gleich, ob die Schriftstellerin über ihr Zittern, ihre Familie, ihre Arbeit mit Psychiatrie-Patienten, Plastiken von Louise Bourgeois oder den Poststrukturalismus schreibt, stets hat Feßmann das Gefühl, hier denke und schreibe jemand nicht der Pointe wegen, sondern aus Freundlichkeit und in Form einer Zuwendung zum Leser. Den fragenden Denkbewegungen der Autorin folgt Feßmann gerne. Das liegt an Hustvedts Humor und vor allem auch an ihrer Offenheit und Neugier, die sie in fachfremde Wissensgebiete führt, wo sie Erkenntnisfunde macht, ohne leichtfertig damit umzugehen, wie die Rezensentin respektvoll feststellt.
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