Simone Meier

Fleisch

Roman
Cover: Fleisch
Kein und Aber Verlag, Zürich 2017
ISBN 9783036957548
Gebunden, 256 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Anna und Max, beide Mitte vierzig, sind miteinander zur Schule gegangen und viel später aus Bequemlichkeit ein Paar mit langweiligen Paarfantasien geworden. Doch dann verliebt sich Anna, geplagt von allen Begleiterscheinungen des Älterwerdens, zum ersten Mal in eine Frau, in die 27-jährige Lilly. Und Max verliebt sich in Lillys Mitbewohnerin Sue, die jedoch nur gegen Geld mit ihm ins Bett geht. Anna träumt von Lilly, schläft aber mit einem Filmstar. Lilly wiederum muss sich um ihren kleinen Bruder kümmern, der Eltern und Lehrer zur Verzweiflung treibt, doch Anna ist ihr keineswegs entgangen. Psychoterror und Wahnsinn schleichen sich in die Geschichte, dennoch wird ein Happy End angepeilt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.03.2017

Immerhin hat sich Rezensentin Nina Apin mit Simone Meiers neuem Roman "Fleisch" ganz gut amüsiert. Darüber hinaus erzählt ihr die Schweizer Autorin ebenso klug, rasant und böse von "Innenleben und Außenwirkung" einer Frau im mittleren Alter, die am Rande der Verzweiflung ihre Lust auf andere Frauen entdeckt. Leider dreht sich bald aber alles um die WG aus einer bisexuellen Kellnerin und Gelegenheitsprostituierten, einem "Heterospießer" und einem liebevollen, aber asozialen Techie, seufzt die Kritikerin, der die Klischee-Figuren mit ihren unterschiedlichen sexuellen Identitäten wie aus dem "Genderlehrbuch" entsprungen scheinen.
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