Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.08.2002
"Intensität" bescheinigt Angela Schader dem Buch von Sigrid Nunez. Dabei überzeugt sie gerade die karge Darstellung im Umgang mit dem brisanten Thema Vietnamkrieg. Statt großer Kriegsszenen stehen die Gefühle von Rouenna im Vordergrund, die als Krankenschwester den Lazaretten von Vietnam angeblich die glücklichste Zeit ihres Lebens erlebte und an eine Schriftstellerin herantritt, um ihre Erfahrungen als Buchstoff anzubieten. Dies mache Nunez' Werk zu einem "außergewöhnlichen Buch", findet die Rezensentin. Ihr gefällt vor allem das subtile Verhältnis zwischen der Ich-Erzählerin und der ungefügen Krankenschwester Rouenna, die wie die Soldaten des Vietnamkriegs nicht mehr in die Normalität zurückfindet. Die "wunderbare Täuschung" dieses Buches bestehe darin, so Schader, "dass wir es fast widerwillig 'nur' als Roman lesen".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…