Sibylle Lewitscharoff, Friedrich Meckseper

Pong redivivus

Cover: Pong redivivus
Insel Verlag, Berlin 2013
ISBN 9783458193838
Taschenbuch, 108 Seiten, 13,95 EUR

Klappentext

Pong lebt! Mit schallendem Juchhe hat sich am Ende von Sibylle Lewitscharoffs Erzählung "Pong" der liebenswerte, verrückte Held dem Mond in die Arme geworfen - und hat, entgegen den Befürchtungen der Leser, diesen kühnen Sprung vom Dach überstanden. Nun liegt er im Krankenhaus und hat alle Zeit der Welt, sich seinen Gedanken hinzugeben, die vor allem um rätselhafte Objekte kreisen, die er zu Hause verwahrt. Durch "Pong", 1998 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet, wurde die literarische Öffentlichkeit auf Sibylle Lewitscharoff aufmerksam. Mit "Pong redivivus" haben Sibylle Lewitscharoff und Friedrich Meckseper ein Gesamtkunstwerk der magischen Art erschaffen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2013

Jan Wiele hofft schon jetzt auf eine Fortsetzung der "Pöngeleien" dieser dem Rezensenten ans Herz gewachsenen Figur. Allerdings nur auf dem Papier bei Sibylle Lewitscharoff, denn begegnen möchte er einem soziophoben Kerlchen wie Pong im Leben lieber nicht. Zwischen Büchners Lenz und Woody Allen macht er sich aber gut, meint Wiele. Am meisten schätzt er an der Figur das Kippmoment, also die Bipolarität, in diesem Büchlein zu genießen, als Pong im Krankenhaus, das die Autorin für Wiele schön realistisch beschreibt, um damit die Fantastik etwas zu erden, auf einen Bettgenossen trifft. Famose Figur, famoser kleiner Roman, findet Wiele.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.10.2013

Der Held ist nur scheinbar bieder, eigentlich verrückt, merkt Thomas Steinfeld für ahnungslose Leser dankenswerterweise an. Vor allem aber gefällt dem Rezensenten die Durchlässigkeit der Figur, des Spaziergängers und Mondguckers Pong. Steinfeld erkennt darin geradezu, zusammen mit dem offenen Stil der Autorin, ein Gütezeichen von Literatur, weil ein Quentchen Wahrheit. Dass sich Sibylle Lewitscharoff sprachlich dauernd neu erfindet - hier übrigens, wie Steinfeld schreibt, als Clemens Brentano -, genau wie der biegsame Pong, hält er allemal für büchnerpreiswürdig.
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