Mit sieben Schwarzweißabbildungen und zahlreichen Notenbeispielen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.01.2001
Das Resümee dieser Sammelrezension von Andres Briner lautet: viel Interessantes in einzelnen Aufsätzen, aber das Thema, der Begriff "Exil" bzw. "Exilforschung", sei doch wohl etwas zu eng gesteckt. Briner bezieht sich dabei auf den einführenden Aufsatz der Musikwissenschaftlerin Claudia Maurer Zenck, die vor Jahren mit einer Arbeit über Ernst Krenek Grundlagen in der Exilforschung geschaffen hatte. Der Rezensent bedauert, dass die Lebenswege solcher Komponisten wie Krenek oder Egon Wellesz, die 1938 die Schweiz wieder verließen, um woanders um Asyl zu bitten, im Jahrbuch nicht weiter verfolgt werden. Der prominenteste Fall des Jahrbuchs ist für ihn der russische Komponist Wladimir Vogel, dem es nicht ganz so schlecht erging wie Rudolf Semmler, Max Ettinger oder Will Eisenmann. Allerdings, so vermutet Briner, habe mancher Autor den Widerstand helvetischer Behörden und Kulturschaffender gegen die Integration der ausländischen Musiker etwas übertrieben. Das Jahrbuch, informiert Briner, enthält außerdem einige freie Beträge zur Musikethnologie und verschiedenen Komponisten.
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