Sandor Marai

Der Wind kommt vom Westen

Amerikanische Reisebilder
Langen Müller Verlag, München 2000
ISBN 9783784427959
Gebunden, 200 Seiten, 15,29 EUR

Klappentext

Aus dem Ungarischen von Artur Saternus. Sandor Marais schildert sein Amerika mit dem Blick eines europäischen Exilschriftstellers. Er ahnte die Entwicklung voraus, die Amerika und seine Städte in den folgenden Jahrzehnten durchleben würden.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.09.2000

In einer sehr umfangreichen Sammelbesprechung rezensiert Klaus Harpprecht mehrere Bücher von Sandor Marai. Dabei informiert der Rezensent nicht nur ausführlich über das Leben des Dichters, sondern bringt auch mehrfach sein Bedauern, ja Entsetzen darüber zum Ausdruck, dass Marai - den er in mancher Hinsicht mit Joseph Roth, Stefan Zweig, Robert Musil und anderen in eine Reihe stellt - so lange Zeit fast völlig in Vergessenheit geraten ist. "Wo hatten wir unsere Augen, wo unsere Ohren?", fragt Harpprecht, der sich von der Neuentdeckung von Marais Werken begeistert zeigt. Von allen Büchern Marais scheint Harpprecht diesem Band am wenigsten abgewinnen zu können. Hier handelt es sich um amerikanische Reiseberichte, die bereits 1964 erschienen sind. Der Rezensent lobt zwar die "lebhaften, manchmal bewegenden Beobachtungen und Begegnungen". Allerdings erreichen sie seiner Ansicht nach nicht den "literarischen Rang" von Marais Erinnerungen oder Romanen.
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