Aus dem Englischen von Barbara Schaden. Herbst 1968, vor der Küste Südwestenglands: Donald Crowhurst sticht als einer von neun Teilnehmern des "Golden Globe Race" in See, um als Erster ohne Zwischenstopp die Welt zu umrunden. Trotz mangelnder Segelerfahrung scheint er am schnellsten voranzukommen, und die Öffentlichkeit feiert ihn bereits als Sieger. Doch acht Monate später wird sein verlassener Trimaran auf dem Atlantik entdeckt. Nur die Log- und Tagebücher befinden sich noch an Bord. Wer war dieser Mann, dessen Aufzeichnungen ein dunkles Geheimnis bergen? Und was ist auf See geschehen, dass er für immer verschollen blieb? Ron Hall und Nicholas Tomalin haben die letzte Fahrt des Donald Crowhurst sowie seine Vorgeschichte rekonstruiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.01.2017
Walter Wille freut sich über die deutsche Neuauflage der von den Journalisten Ron Hall und Nicholas Tomalin Anfang der siebziger Jahre recherchierten Geschichte um den gescheiterten Segler Donald Crowhurst. Gebannt liest der Kritiker hier noch einmal nach, wie sich Crowhurst, getrieben von Geldnot und Selbstüberschätzung, 1968 zum Golden Globe Race der "Sunday Times" anmeldete, schnell erkannte, dass weder seine mangelnde Hochseeerfahrung noch der katastrophale Zustand seines Zwölfmeter-Trimarans für den Sieg reichen würden und zunächst die Logbücher fälschte, und sich schließlich aus Angst vor Blamage und Bankrott auf hoher See das Leben nahm. Dass Crowhurst immerhin 30.000 Kilometer mit seinem "Seezwerg" segelte, verdient ebenso viel Respekt wie die umfangreiche Recherche der beiden Autoren, schließt der Rezensent.
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